Erstellt am 12. Oktober 2015, 10:57

von Elfi Holzinger

Flüchtlinge: abwarten. Zum Thema der Asylwerber rät Berndorfs Bürgermeister dazu, die kommenden EU-Vorschriften abzuwarten.

Bürgermeister Hermann Kozlik.  |  NOEN, Foto: Holzinger.Presse

Relativ ruhig ging die Gemeinderatssitzung der Berndorfer Stadtgemeinde vonstatten. Finanzstadtrat Helmut Wiltschko (SP) erklärte die Finanzlage der Stadtgemeinde. Berndorf sei auch zukünftig stabil finanziert, trotz großer Investitionen wie etwa den Schulrenovierungen, der Centrelax-Renovierung und dem Ankauf eines Wechselladerfahrzeuges für die Feuerwehr.

Stadträtin Christa Kratohwil (FP) präsentierte das „Projekt Centrelax“, wobei Gemeinderat Gerald Aster (UBV) anregte, dass Stadträrin Angelika Wille (SP) gemeinsam mit Kratohwil das Centrelax touristisch aufwerten solle.

Gespräche mit Berndorf AG

Detail am Rande: die im Sand verlaufenen Verhandlungen unter Aster (UBV) kosteten der Stadtgemeinde über 120.000 Euro. Auf Nachfrage der NÖN, warum das Modell nicht zustande gekommen wäre, erklärt Aster: „Obwohl sich alle Verhandlungspartner bemühten, wurde das EU-weite Vergabeverfahren aus vertraglichen, kommerziellen und betrieblichen Gründen widerrufen.“

Gemeinderätin Silvia Hromatka (ÖVP) stellte zum Flüchtlingsthema die Frage, ob Berndorf bereits für Unterkunftsmöglichkeiten Sorge getragen hätte. SP-Bürgermeister Hermann Kozlik verwies in seiner Beantwortung auf das entstehende EU-Gesetz bezüglich der Unterbringungsvorschriften, welches abzuwarten sei. Zudem führe er Gespräche mit Norbert Zimmermann von der Berndorf AG, wo man sieben bis acht Familien unterbringen könne.

Gemeinderat Gerhard Ullrich (FP) vergaß im Rahmen dieser Diskussion nicht darauf, auf die vielen heimischen Wohnungssuchenden zu verweisen.