Pottendorf

Erstellt am 14. Juli 2016, 05:14

von Thomas Lenger

Lob für Vorzeigeprojekt. Das „Haus am Schlosspark“ ist eine Erfolgsgeschichte. Nun öffnete man die Pforten für zahlreiche interessierte Besucher.

Sarhad, Morteza, Kurt Oberleuthner, Ralph Ebhart, Margit Sabary, Claudia Frank, Thomas Sabbata-Valteiner und Mahdi.  |  NOEN, Vorne sitzend: Ali und Karin Bindu.

Seit dem November des Vorjahres sind 36 Jugendliche aus Afghanistan, Syrien und dem Irak im „Haus am Schlosspark“ zu Hause.

Die Burschen leben in Zwei- oder Mehrbettzimmern und werden von einem Team des Samariterbundes rund um die Uhr betreut. Vormittags besuchen die Jugendlichen, die zwischen 14 und 18 Jahre alt sind, entweder regulär die Schule oder einen Deutschkurs. Zu Mittag wird gemeinsam gegessen und nachmittags werden Freizeitprogramme angeboten. Auch Aufgaben, bei denen die Jugendlichen Verantwortung übernehmen können, sind wichtig.

Zusammenarbeit funktioniert in Pottendorf

„Die Anrainer sind sehr hilfsbereit. Auch von Schülern und deren Eltern und Lehrern der Mittelschule im Ort erhalten wir viel Unterstützung. Sehr wertvoll ist auch die Unterstützung der muslimischen Gemeinschaft in Pottendorf, die jeden Freitag das Abendessen für die Burschen organisiert“, berichtet Claudia Frank, die Leiterin des Hauses.

Zum Tag der offenen Tür am vergangenen Freitag kamen viele Besucher, um sich selbst ein Bild über die Einrichtung zu machen. Unter ihnen war auch SP-Bürgermeister Thomas Sabbata-Valteiner, der das Projekt im letzten Jahr gemeinsam mit Samariterbund-Landesgeschäftsführer Ralph Ebhart ins Leben gerufen hatte. Der Pottendorfer Ortschef lobte das Vorzeigeprojekt: „Ich bedanke mich bei allen, die das Projekt unterstützen – und auch bei den politischen Mandataren unserer Marktgemeinde, die geschlossen hinter dem Projekt stehen.“

Claudia Frank dankte aber auch vor allem dem Vermieter Kurt Oberleutener, der stets helfend zur Seite steht. Ein ganz besondererer Dank galt auch der ehemaligen Bezirksschulinspektorin Elisabeth Leopold und der Direktorin der Neuen Mittelschule Pottendorf, Margit Sabary, die sich beide persönlich um die Ausbildung der Burschen kümmern.

Im laufe des Jahres werden noch weiter 12 Jugendliche in das „Haus Pottendorf“ einziehen. Somit wird sich die Anzahl der Bewohner auf 48 erhöhen.