Furth an der Triesting

Erstellt am 17. August 2016, 05:31

von Stephanie Pirkfellner

Streit um Sperre der Hocheck-Mautstraße. Geschlossen Laut Bürgermeister Riegler gab es bereits jahrelange Diskussionen: „Mauteinnahmen decken Kosten bei Weitem nicht“.

Da war noch alles eitel Wonne: Hüttenpächter Hajnalka Linde-Novak und Gatte Jens Linde bei der Eröffnung am 2. April 2016.   |  NOEN, Holzinger.Presse

Laut Bürgermeister Alois Riegler (Liste Furth aktiv) wurde im Gemeinderat seit etlichen Jahren über die Kündigung des Pachtvertrages zur Nutzung der Mautstraße auf das Hocheck diskutiert. „In der Gemeinderatssitzung vom 14. Dezember des Vorjahres wurde nun die Kündigung mit Mehrheit beschlossen, da die Mauteinnahmen schon seit Jahren die Pacht nicht mehr abdeckten“, so Riegler.

Da die Mautstraße dringend saniert werden müsste und der Gemeinde dafür die nötigen Mittel fehlen, ist die Gemeinde in Haftungsfragen nicht mehr gedeckt. Daher wurde der Pachtvertrag im Dezember 2015 unter Einhaltung einer halbjährigen Kündigungsfrist aufgelöst.

An die Gemeinde Furth verpachtet

In den Wintermonaten war die Straße schon seit vielen Jahren gesperrt und wurde während dieser Zeit vom Eigentümer Anton Nagl als Forststraße geführt. Der Vater von Anton Nagl hatte eine private Mautstraße zum damaligen Hochecker Skigebiet errichtet.

Im Jahr 1989 wurde die Straße mithilfe des Landes Niederösterreich asphaltiert, mit einem Mautschranken versehen und mit Gemeinderatsbeschluss an die Gemeinde Furth verpachtet. Anton Nagl hatte während der Zeit, als das Schutzhaus ohne Pächter war, 50 Prozent der Pacht nachgelassen und war dazu bereit, die Pacht auch für die nächsten Jahre zu reduzieren.

Bürgermeister Alois Riegler (rechts) ließ die Mautstraße für den Verkehr sperren.  |  NOEN, Holzinger.Presse

Nagl: „Ein Fachmann erklärte nach einer Straßenbesichtigung, dass die Weiterbenützung mit PKW und Zweirad für mindestens fünf Jahre weiterhin ohne Gefahr möglich sei.“ Daher zeigt er sich davon überzeugt, dass mit gutem Willen von allen Seiten eine Einigung zu erzielen sein müsste. „Derzeit können die Straße nur der Hüttenwirt, die Funker und der österreichische Touristenklub ÖTK gegen Entgelt befahren.“

„Geschäft ist seit der Sperre eingebrochen“

Der ÖTK Triestingtal hat als Hüttenbetreiber seit dem April dieses Jahres wieder einen neuen Pächter. Seit der Sperre der Mautstraße sei, so Pächter Jens Linde, der anfängliche Geschäftserfolg total eingebrochen. „Derzeit können nicht einmal die Betriebskosten erwirtschaftet werden“, so Linde. „Ich habe die diversen Gerüchte über eine mögliche Sperre schon gehört, dachte aber, dass die Straße geöffnet bliebe, wenn wir erfolgreich wären.“

Siehe auch Seite 4.