Erstellt am 03. November 2015, 05:17

von Stefan Jedlicka

Streit um 100 Euro. FPÖ verweigert Subvention für Kinderfreunde und wirft SPÖ, Vorfeldorganisation mit Steuergeld zu unterstützen.

 |  NOEN, Herzi Pinki/Wikimedi

100 Euro für den Maskenball der Kinderfreunde ließen im Ebreichsdorfer Gemeinderat die Wogen hochgehen. Von der Subvention einer SPÖ-Vorfeldorganisation durch Steuergeld spricht FPÖ-Stadtrat Markus Gubik. SP-Bürgermeister Wolfgang Kocevar kontert: „FPÖ betreibt Realitätsverweigerung am Rücken der Ebreichsdorfer Kinder.“

Gubik kritisiert: „Beim Gemeinderatswahlkampf hat die SPÖ tief ins Geldbörserl gegriffen. In Erinnerung ist vielleicht noch der Obstkorb für jeden Haushalt geblieben, die vielen, vielen Plakate und jede Woche fand man etwas im Briefkasten. Billig war das nicht. Jetzt, nach der Wahl sind die Roten nicht mehr so spendabel. Ganz im Gegenteil, eher unverschämt sind sie. Krapfen im Wert von 100 Euro für die Faschingsfeier einer Vorfeldorganisation, der Kinderfreunde, dürfen jetzt wir Steuerzahler begleichen.“ Sein politisches Fazit: „Den Roten ist nur wichtig, am finanziellen Futtertrog zu bleiben.“

Maskenball seit Jahren finanziell unterstützt

Das lässt Bürgermeister Kocevar nicht auf sich sitzen. „Nachdem die FPÖ im Sommer bereits 12 hilfesuchenden Kindern und minderjährigen Jugendlichen Flüchtlingen die Aufnahme in Ebreichsdorf verwehrt hat, stimmte sie auch noch gegen eine seit Jahrzehnten traditionelle Unterstützung für Ebreichsdorfer Kinder. Offenbar ist Parteipolitik und Hetze gegen Alles und Jeden, zum politischen Motto der FPÖ Ebreichsdorf geworden, wo nicht einmal vor unseren Kindern Halt gemacht wird.“

Der Maskenball der Kinderfreunde sei eine „völlig unpolitische“ Veranstaltung in Unterwaltersdorf, die seit Jahren finanziell unterstützt werde. „Die Kinderfreunde stellen sich unentgeltlich zur Verfügung, um unseren Kindern einen lustigen Faschingsnachmittag zu bescheren. Einen Mandatar der FPÖ Ebreichsdorf zum Mithelfen und Mitarbeiten hat man dort noch nie gesehen. Lieber hetzen und diffamieren, anstatt mit anzupacken, wenn es um das Wohl unserer Kinder geht.“