Erstellt am 10. Mai 2016, 05:34

Glasskulptur statt Münzen für Senioren. Stadt will Geschenke für Jubiläen ändern. Bürgerliste erbost.

Gemeinderat Dieter Klema (Bürgerliste »wir badener«).  |  NOEN, Foto: privat

Einkaufsmünzen erhalten Badener Senioren derzeit von der Stadt zu runden Jubiläen. Im Wert von 30 Euro etwa zu 80. Geburtstagen, 50 Euro ab dem 100. Wiegenfest. Auch für „Goldene Hochzeiten“ gibt es 50 Euro. Künftig plant Bürgermeister Kurt Staska (VP) allerding, anstelle der Münzen Glasskulpturen zu verschenken.

Das bringt Gemeinderat Dieter Klema (Bürgerliste „wir badener“) auf die Palme. „ Auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung steht die Streichung der Jubiläumsgelder für unsere Badener Senioren“, ärgert er sich: „Das darf einfach nicht sein. Die Einkaufsmünzen können nur in Badener Geschäften eingelöst werden, was bedeutet, dass das Geld auch in Baden bleibt. 2015 waren das immerhin 19.000 Euro.“ Die neuen Glasquader bezeichnet Klema als „Staubfänger, die noch dazu im Ausland produziert werden, also etwas völlig Unnützes, von dem kein Jubilar abbeißen kann.“

Staska dazu: „Mehrere Geehrte haben mir gesagt, sie hätten lieber etwas Repräsentativeres als Münzen. Das wäre der Glasquader, in den Badener Motive mit Lasertechnik eingraviert werden.“ Dass dieser im Ausland produziert werde, sei schlicht falsch: „Wir haben ein Muster gezeigt, das aus Deutschland kam, aber es ist noch nichts beschlossen.“