Erstellt am 01. Oktober 2015, 06:07

von Barbara Zedlacher

Glockner: „Mutige Veränderung“. In große Fußstapfen tritt die Grüne Neo-Mandatarin Marta Glockner (51) – als Nachfolgerin von Ernst Tiefengraber.

Marta Glockner: »Eine Gemeinde sollte sich nicht hinter dem Schlagwort Amtsverschwiegenheit verstecken dürfen, außer es geht um den Schutz einzelner Privatpersonen.« Foto: Grüne  |  NOEN, Grüne

Nachdem der Grüne Gemeinderat Ernst Tiefengraber überraschend zurückgetreten ist, übernimmt nun Marta Glockner seinen Sitz im Gemeinderat.

NÖN: Welches Grüne Thema steht für Sie im Fokus Ihrer Arbeit?
Marta Glockner: Ich lebe seit 40 Jahren im Bezirk Baden, seit acht Jahren bin ich in Bad Vöslau beheimatet. Seit ich hier wohne, empfinde ich die Verkehrssituation und die unsicheren Fahrradwege als belastend. In diesen Bereichen braucht die Stadt unbedingt eine mutige Veränderung. Die Grünen setzen sich seit Jahren dafür ein, deshalb sehe ich bei dieser Fraktion einen guten Platz für mich.

„Wichtig, dass Freundschaften nicht für
politische Entscheidungen bedeutend sind“

Das bedeutet, Sie setzen den politischen Weg und die Forderungen von Ernst Tiefengraber fort?
Natürlich werden wir den politischen Weg von Ernst Tiefengraber fortsetzen. Seine Forderungen und Konzepte zur Verkehrsminderung sind Grüne Forderungen. Vor allem weil die Liste Flammer weiterhin nichts gegen die prekäre Verkehrssituation in Vöslau unternimmt. In der Gemeinde werde ich im Personal-, Verwaltungs- und Wirtschaftsausschuss mitarbeiten.

Wenn Sie die Arbeit der Mehrheitsfraktion Liste Flammer beobachten, was ist in der Zukunft wichtig?
Mir ist wichtig, dass mehr Transparenz in der Stadt geschaffen wird. Es muss gewährleistet sein, dass nicht persönliche Beziehungen und Freundschaften, die seit Kindertagen bestehen, für politische Entscheidungen bedeutend sind oder vielleicht sogar für die Verschaffung eines Vorteiles.

Wie kann mehr Transparenz geschaffen werden?
Glockner: Indem man genauere Protokolle führt, Meinungsäußerungen, Anträge und Kommentare personalisiert anführt, und diese Protokolle öffentlich zugänglich macht z.B. im Internet. Ich bin sogar für Live-Stream-Übertragungen aus dem Gemeinderat.

Wie lange sind Sie schon bei den Grünen?
Fünf Jahre bin ich bereits im Grünen Team. In dieser Zeit habe ich zahlreiche Projekte der Grünen durch meine Arbeit unterstützt und mitgetragen. Jetzt habe ich die Gelegenheit, noch direkter die Gemeindepolitik mitzubestimmen. Ich freue mich sehr auf diese Arbeit.

Wie lautet Ihr Ziel?
Die Lebensqualität der Vöslauerinnen und Vöslauer zu verbessern, die Schönheiten unserer Stadt zu bewahren und das Kurstadt-Flair wieder zu beleben. Ich sage ganz klar: Es braucht eine politische Wende in der Stadt: Von der Mehrheitsliste Flammer weg zu mehr Vielfalt und Weitsicht für die Zukunft. Einfach einen frischen Wind, Neues und Aufschwung.