Erstellt am 24. November 2015, 04:03

von Sandra Sagmeister

HAK: Terror-Übung. Vorige Woche wurde an der HAK/HAS einen Tag lang der Ernstfall geübt. War das der richtige Zeitpunkt?

Direktor Bertram Zottl hielt eine Übung im Krisenfall ab, um Sicherheitsdefizite zu erheben, nicht um Ängste zu schüren.  |  NOEN, Foto: NÖN

BADEN | Ein paar Tage nach den terroristischen Anschlägen in Paris am Freitag, 13. November, wurde an der Handelsakademie/Handelsschule eine Übung abgehalten. Dabei sollte geübt werden, wie sich Schüler und Lehrer im Ernstfall, wie bei einem Amoklauf im Schulgebäude, zu verhalten haben.

Den ganzen Tag über durften Lehrer wie Schüler das Klassenzimmer nicht verlassen: „Wenn es zu einem Amoklauf in der Schule kommt, müssen die Schüler wissen, dass sie zu ihrer Sicherheit in den Klassen bleiben müssen“, so eine Lehrerin, die eine solche Übung für sinnvoll hält. Jedes Jahr wird eine Feuerwehrübung abgehalten, um zu trainieren, wie man sich bei Feuer richtig verhält „bei Feuer muss man das Schulgebäude so schnell wie möglich verlassen“, im Fall eines Schusswechsels in der Schule sei es jedoch ratsam, in den Klassenzimmern zu bleiben, „und das muss auch geübt werden.“

Direktor Bertram Zottl, auf die Übung und den ausgewählten Zeitpunkt angesprochen, möchte aus der Übung keine große Geschichte machen, zu heikel seien die Bedenken aller Beteiligten. An der HAK/HAS herrsche auch ein hoher Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund, da wolle man keine Vorurteile schüren. Man wollte nur den Ernstfall üben, aber keine Ängste wecken. „Das war eine reine Übungsannahme, die nur zur Sicherheit der Schule diente und um ein Verbesserungspotenzial zu erheben“, erklärt Zottl.
Der einzig wirkliche Leidtragende der Übung war der Betreiber des Schulbuffets, sein Geschäft war an diesem Tag gleich Null, weil die Schüler keine Jausen kaufen kamen.