Erstellt am 27. Januar 2016, 15:28

von Tina Jedlicka

Jugendlicher vergewaltigte Pensionistin. Ein 18-jähriger ist am Mittwoch am Landesgericht Wiener Neustadt wegen Vergewaltigung einer Pensionistin rechtskräftig zu 20 Monaten unbedingter Haft verurteilt worden.

 |  NOEN, APA
Im September 2015 sorgte ein Vorfall in Traiskirchen für medialen Wirbel, ein jugendlicher Asylwerber aus Afghanistan soll eine betagte Frau vergewaltigt haben.

Die Frau soll gerade in der Schwechat gebadet haben, als ihr der junge Mann angeboten habe, über eine Böschung zu helfen. Stattdessen soll er die Pensionistin von hinten erfasst und zu Boden geworfen haben.

Anschließend habe er ihr laut Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt die Kleider vom Leib gerissen und sie vergewaltigt. Eine Packung Zigaretten, die sie bei sich hatte, soll er ebenfalls gestohlen haben.

Am Mittwoch nahm der junge Mann auf der Anklagebank des Landesgerichts Wiener Neustadt Platz. Sein Rechtsanwalt beantragte aufgrund seines jugendlichen Alters und den Vorwürfen, die ihm zur Last gelegt wurden, den Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Opferanwältin forderte Schmerzensgeld.

Der Prozess selbst fand hinter verschlossenen Türen statt. Erst das Urteil wurde der Öffentlichkeit wieder mitgeteilt: 20 Monate Haft (rechtskräftig). Außerdem muss der Angeklagte dem Opfer 5000 Euro für die erlittenen Schmerzen zahlen.