Erstellt am 15. Juni 2016, 05:05

von Stefan Jedlicka

Junge Ideen für Baden. Badener Jugendgemeinderatssitzung brachte fünf Anträge an die Stadtpolitik. Umsetzung wird geprüft.

Die Teilnehmer am Jugendgemeinderat im Sitzungssaal des Badener Gemeinderates mit Stadtrat Jowi Trenner (Bürgerliste), den Gemeinderäten Sonja Haberhauer und Peter Doppler (FPÖ) sowie Serafina Demaku (SPÖ).  |  NOEN, Foto: privat

Seit 2012 organisiert das Politik Forum Baden das Beteiligungsmodell zur Einbindung der Badener Jugend in das politische Geschehen der Stadt. Am vergangenen Dienstag fand die fünfte Jugend-Gemeinderatssitzung im Rathaus statt.

Schüler der 8. Schulstufe der Gymnasien Frauengasse und Biondekgasse sowie der Neuen Mittelschule wählten zunächst pro Klasse zwei Jugendgemeinderäte, die ihre Interessen in der Sitzung vertreten sollten. Gemeinsam wurden dann Ideen und Verbesserungsvorschläge für die Stadt gesammelt. Im Jugendgemeinderat erarbeiten sie die gesammelten Vorschläge gemeinsam mit Beamten und Gemeindevertretern in Ausschüssen, diskutieren die Anträge anschließend im großen Sitzungssaal und stimmen darüber ab.

Nach teilweise hitzigen Diskussionen fanden heuer fünf Anträge eine Mehrheit. Einstimmig angenommen wurde die Forderung nach Überdachung der Duschen im Strandbad beim Sprungturm, um die Privatsphäre zu schützen.

„Food Truck“ für mehr Abwechslung bei Jause

Weiters wird die Stadtgemeinde von den Jugendlichen aufgefordert, Gespräche mit der Wiener Lokalbahnen AG zu führen, um eine Wiedereinführung von Schaffnern zu erwirken. Grund hierfür sind unter anderem die Spritzenfunde der letzten Monate auf Sitzen in Badner Bahn-Garnituren.

Die Jugendlichen schlugen vor, die Webseite der Stadt altersgerecht nach Katalogsystem zu gestalten, um einen besseren Überblick über das Angebot zu erhalten. Die Forderung nach einem „Food Truck“ am Bahnhof für abwechlsungsreiche Kost am Schulweg fand ebenfalls eine Mehrheit. Der Jugendgemeinderat sprach sich außerdem dafür aus eine Lichtanlage am Skatepark zu errichten, um eine längere Benützung zu ermöglichen.
Dass die Ideen nicht für den Papierkorb entworfen werden, zeigen einige bereits umgesetzte Vorschläge.

So wurde auf Antrag der Jugendlichen das Radfahren in der Fußgängerzone bis um 8 Uhr morgens erlaubt. Die Forderung nach billigerem Eintritt ins Strandbad hatte zur Folge, dass erstmals Spätbesucherkarten für Kinder und Jugendliche eingeführt wurden. Auch der im letzten Jahr gewünschte Bikepark am Areal des Skaterplatzes bei der Veranstaltungshalle wurde umgesetzt. Und die Sanierung des Fußballplatzes Albrechtsgasse mittels Kunstrasen.