Erstellt am 07. Juni 2016, 05:50

von Stefan Jedlicka und Andreas Fussi

„Pension Helenental“: Umbau oder Asyl-Unterkunft?. Umbaupläne für „Pension Helenental“ von der Stadt abgelehnt. Alternative der Eigentümer: Quartier für Asylwerber.

Die ehemalige »Pension Helenental« an der Kreuzung Karlsgasse/Kornhäuselstraße. Ihr geplanter Umbau sorgt für Aufregung.  |  NOEN, Foto: NÖN
Was wird aus der ehemaligen „Pension Helenental“ an der Ecke Karlsgasse/Kornhäuselstraße? Die Eigentümer, russische Investoren, haben Pläne für Um- und Zubauten eingereicht, die von der Stadt jedoch nun abgelehnt wurden.



Wie die NÖN bereits im Vorjahr berichtete, ist die Umwandlung der Pension in ein Appartementhaus geplant, was in der Nachbarschaft jedoch für Proteste gesorgt hatte. Bürgermeister Kurt Staska (ÖVP) entschied als Baubehörde erster Instanz, dass das Bauvorhaben abzuweisen sei. „Wir haben gegen den Entscheid Berufung eingelegt“, erklärt der vom Bauwerber beauftragte Badener Rechtsanwalt Florian Knotek. „Meine Mandanten sind der Meinung, dass das Bauvorhaben eine Verbesserung des Ist-Zustandes gewesen wäre. Es hätte zur Verschönerung beigetragen.“

Im Inneren einiges adaptieren

Der russische Investor warte nun auf die Entscheidung der Baubehörde zweiter Instanz, des Badener Stadtrates. Allerdings prüfe man in der Zwischenzeit die Voraussetzung für die Genehmigung eines Asyl-Quartiers. Da dazu keine baulichen Veränderungen von außen notwendig seien, ginge das Bewilligungsverfahren in dem Fall über die Bezirkshauptmannschaft. Man müsste nur im Inneren einiges adaptieren, etwa ehemalige Fremdenzimmer zusammenlegen.

Die Pläne für ein Asylheim seien keinesfalls als Druckmittel anzusehen, unterstreicht Knotek. „Es ist die einzige wirtschaftliche Alternative.“ Doch Bürgermeister Staska sieht das anders: „Erstens lasse ich mich durch Drohungen nicht einschüchtern. Und zweitens erfüllt Baden die Quote zur Unterbringung von Asylwerbern bereits. Ich habe daher sowohl vom Land NÖ als auch vom zuständigen Ministerium die Zusicherung, dass es keine weiteren Zuweisungen von Asylwerbern nach Baden geben wird“, sagt er zu Knoteks Ankündigung.