Erstellt am 06. Oktober 2015, 06:52

von Alexander Wastl

Altenmarkt als Mahnmal. Alexander Wastl über „Aufwandsentschädigung“ im Fußball.

Altenmarkt, eine 2000-Seelen-Gemeinde, verliert seinen Herrenfußballverein. Jene Institution, die wohl in jeder noch so kleinen Gemeinde zu finden ist.

Doch wie konnte es soweit kommen? Gemeinderat Bartl sieht die Wurzel allen Übels in der Bezahlung der Hobby-Kicker. Eine berechtigte Kritik, die Ex-Obmann Wurmetzberger einfach formuliert mit „das machen alle so“ konterte. Wurmetzberger hat damit nicht ganz unrecht. Die klassische „Wirtshaustruppe“ gibt es in Österreich nicht mehr, selbst in der 2. Klasse wird oft schon dreimal die Woche trainiert.

Ein zeitlicher Aufwand, der nur ungern unentgeltlich auf sich genommen wird. Gegen eine Aufwandsentschädigung wäre auch nichts einzuwenden – und sie würde auch keinen Verein in den Ruin treiben. In den Profi-Ligen purzeln die Millionenrekorde, der Amateurfußball zieht im kleineren Rahmen nach, die Bezahlung fängt immer früher an. „Die Jungen sollen froh sein, dass sie spielen, Geld verdienen können sie später“ zieht heutzutage nicht mehr.

Nur des Herzens wegen spielt heutzutage niemand mehr. Die Geldsummen in den untersten Ligen nehmen teilweise lächerliche Ausmaße an. Altenmarkt sollte ein Mahnmal für alle sein, sich wieder zu besinnen.