Erstellt am 23. Februar 2016, 05:59

von Stefan Jedlicka

Brot und Spiele war einmal. Stefan Jedlicka über Privat-Initiativen statt Stadtveranstaltungen.

Kinderspielefest statt Kinderspektakel also. Privatinitiative statt Veranstaltung der Stadtgemeinde. Warum auch nicht? Das Geld ist knapp in der Badener Stadtkasse, das wird sich in den kommenden Jahren auch bei Veranstaltungen und anderen Angeboten der Kommune bemerkbar machen. Und da muss man sich doch die Frage stellen, ob Bespaßung der Bevölkerung zu den Kernaufgaben einer Stadtverwaltung zählt. Oder doch eher Erhaltung der Infrastruktur, sozialer Wohnbau oder Wirtschaftsförderung.

Brot und Spiele, das war einmal. Schuldenrückzahlung und Kanalsanierung ist die weniger unterhaltsame Realität. Das Kinderspektakel wird da nicht das einzige Projekt bleiben. Privates Engagement wird mehr gefragt sein. Initiativen des Handels, der Veranstalter, der Gastronomie. Die Stadt muss dann dafür aber wenigstens die Logistik und Rahmenbedingungen bereit stellen – und vor allem in ihrem übrigen Budgetplan unter Beweis stellen, dass das Geld auch wirklich eingespart und zur dringend notwendigen Sanierung des Budgets verwendet wird.