Erstellt am 16. Mai 2017, 04:56

von Andreas Fussi

Chance nicht nur für Tourismus. Andreas Fussi über Badens Bemühung, zum Weltkulturerbe zu gehören.

Weltweite Beachtung findet die Initiative der elf herausragendsten Kurstädte Europas (Eigendefinition), die sich als „Great Spas of Europe“ um die Aufnahme auf die UNESCO-Liste als Weltkulturerbe bewerben. Bei einer Tagung, die vorige Woche in Baden stattfand, wurde in Arbeitsgruppen die weitere Vorgehensweise abgestimmt.

In der Bevölkerung sind die Meinungen geteilt. Einerseis sind viele mit Stolz erfüllt, dass Baden künftig womöglich als Weltkulturerbe geführt wird. Andere sind skeptisch bis ablehnend, da sie dadurch strengere Auflagen und Verbote befürchten. Den Zweiflern lässt Bürgermeister Szirucsek ausrichten, dass sich niemand fürchten müsse.

So gelte seit zehn Jahren die Schutzzonen-Regelung in Baden, die weltweit als vorbildlich anerkannt werde. Das bedeutet, dass in Baden schon jetzt strengere Richtlinien bei Bebauungsvorschriften und der Erhaltung von Grünräumen gelten, als anderswo. Tatsächlich ist die Anerkennung als Weltkulturerbe ein Qualitätssiegel, das beim Tourismus und auch wirtschaftlich einen Standortvorteil mit sich bringt.