Erstellt am 31. Mai 2016, 05:44

Ein Abschied mit Würde. Alexander Wastl, über die letzten Spiele des ASK Kottingbrunn.

Der Umbruch, der derzeit in Kottingbrunn stattfindet, ist von ähnlicher Größenordnung, wie jener in Traiskirchen. Allerdings geht es in eine andere Richtung.

Während sich die Traiskirchner für die Regionalliga rüsten, tritt Kottingbrunn nach drei Jahren an vorderster Front in der Landesliga kürzer. Nicht nur Trainer Markus Sukalia verabschiedet sich im Sommer, auch zahlreiche Spieler kündigten bereits ihren Abgang an. Darunter Leistungsträger wie Miesenböck, Gomig oder Strapajevic. Die „Abschiedstour“ verläuft aber bisher alles andere als zufriedenstellend.

Nach der Blamage gegen Haitzendorf und der deutlichen Niederlage im (Prestige-)Duell gegen Leobendorf ist vom einstigen Titelanspruch auch in der Tabelle kaum noch etwas zu erkennen. Einige Akteure scheinen mit den Gedanken schon bei ihren zukünftigen Aufgaben zu sein.

Das ist einerseits vielleicht nachvollziehbar, andererseits aber dem Verein und auch eigenen Ansprüchen gegenüber ungerecht. Nun sind nicht (nur) fußballerische Qualitäten, sondern vor allem Charakter gefragt. Denn sowohl der scheidende Trainer, wie der Klub aber auch die Spieler selbst – in Anbetracht der vorhandenen Klasse – haben sich ein würdevolles Auseinandergehen verdient.