Erstellt am 12. April 2016, 05:34

von Stefan Jedlicka

Eine Frage der Glaubwürdigkeit. Stefan Jedlicka über doppelte Einkommen und Kritik daran.

Zwei Jobs? Viele Menschen gehen zwei bezahlten Tätigkeiten nach. Manche auch mehreren. Aus unterschiedlichen Gründen. Ob aus wirtschaftlicher Not oder weil sie aufgrund ihrer Position oder Qualifikation mehrfach gefragt sind. Daran ist grundsätzlich nichts verwerflich. Bei Politikern gelten allerdings andere Maßstäbe. Vor allem, weil ihre Ämter aus Steuergeldern finanziert und nicht von privaten Unternehmen bezahlt werden.

Der springende Punkt dabei: Können beide Jobs mit dem gebührenden Einsatz ausgeübt werden? Wenn ja, spricht auch in diesem Fall nichts dagegen. Gerade bei Bürgermeistern größerer Städte – wie in den aktuellen Fällen Babler (Traiskirchen) und Staska (Baden) ist das fraglich. Babler hat das durch seine Kündigung auch eingesehen, Staska nicht.

Verwunderlich ist allerdings der Zeitpunkt der Aufregung auf Oppositionsseite. Die Zweitjobs waren nie geheim, schienen jedes Jahr im Budget auf. Der Aufschrei kam erst jetzt, als Babler seine Funktion freiwillig zurück legte. Effiziente Kontrolle hätte früher „aufdecken“ müssen. Jetzt zu schreien, ist billig.