Erstellt am 22. Dezember 2015, 05:28

von Wolfgang Wallner

Frischer Wind wird gut tun. Wolfgang Wallner über den Wechsel beim SC Berndorf.

Wo herrscht heute noch ein G'riss um Jobs im Vorstand eines Fußballvereins? Beim SC Berndorf in der 2. Klasse. Dass sich während der laufenden Periode ein komplett neues Führungsteam findet, ist schon ungewöhnlich. Noch ungewöhnlicher: Dass der Wechsel friktionsfrei verläuft. Fast schon ein Novum in der jüngeren Berndorfer Fußballgeschichte.

Günter Wenczel und sein Team waren da, als es dem Traditionsklub dreckig ging. Sie haben solide gewirtschaftet, während die Bäume sportlich nicht in den Himmel gewachsen sind. Nun den Weg frei zu machen für eine neue Riege rund um Ex-SC-Kicker Michael Pöschl, ist ein Zeugnis von Größe. Und für die Einsicht, dass frischer Wind eingefahrenen Strukturen gut tun kann.

Denn Fakt ist: Der Verein ist schuldenfrei, aber weit weg von einstigen Glanzzeiten, die noch immer im Hinterkopf herumspuken. Auch im Infrastrukturbereich fehlt einiges. „Da sind wir in den 70er-Jahren hängen geblieben“, räumt Kassier Andreas Kronfellner ein. Ein Blick auf die Sitzbänke für die Fans reicht, um diesen Befund zu bestätigen.

Über mangelnde Betätigungsfelder kann sich der Berndorfer Vorstand nicht beschweren. Und das neue Team wird allen Enthusiasmus brauchen, mit dem es jetzt begonnen hat.