Erstellt am 05. Januar 2016, 05:28

Gemeinsam wäre mehr drin. Stefan Jedlicka über Ball Imperial und Sozialmarkt in Baden.

20.000 Euro für einen Ball? Die Kosten für den „Ball Imperial“, die aus der Stadtkasse zu berappen sind, werden Badens Budget weder ruinieren noch könnten sie es im Einsparungsfall sanieren. Kritisch hinterfragt werden müssen sie aber, wenn gleichzeitig so oft vom Sparen die Rede ist.

Der plakative Vergleich mit dem abgelehnten Ansuchen des Sozialmarktes um Erhöhung der Subvention kommt der Bürgerliste da gerade recht. Nach dem Motto: 20.000 Euro für Protz und Prunk im Casino, aber keine 3.000 Euro für Bedürftige. Eines von vielen Beispielen dafür, wie politische Eifersüchteleien selbst so lobenswerte
Projekte wie einen Sozialmarkt torpedieren können.

Als Bürgermeisterin Erika Adensamer 2007 einen Standort der landesweit vernetzten – und damit auch finanziell besser ausgestatteten – „SOMA“-Märkte in Baden plante, kam ihr die Bürgerliste mit ihrem Projekt zuvor, statt sich anzuschließen. Jetzt stellt sich die ÖVP im Gegenzug stur, wenn es um die Finanzierung geht. Gemeinsam wäre mehr drin. Aber das gilt ja für so viele Projekte in Baden.