Erstellt am 10. Mai 2016, 05:34

von Stefan Jedlicka

Halbe Sachen bringen nichts. Stefan Jedlicka über die Suche nach Hundezonen in Baden.

Hunde, Jogger, Autos, Spaziergänger. Es ist eine Menge los am Parkplatz vor der Badener Trabrennbahn. Zu viel wohl, um das dortige Testprojekt einer Hundeauslaufzone gelingen zu lassen. Immer wieder kommt es zu Reibereien. „Es ist ein Modell, das auf gegenseitiger Rücksichtnahme beruht“, sagt Bürgermeister Staska. Da ist das Scheitern ja geradezu vorprogrammiert.

Schade. Denn im Stadtgebiet gibt es für Hundebesitzer derzeit wenig Möglichkeiten, ihren Vierbeinern Auslauf zu gewähren. Die beiden vorhandenen Zonen im Helenental und beim ASV-Platz liegen jeweils an der Peripherie. Insofern wäre ein zentral gelegenes Areal also vor allem für ältere Mitbürger wohl leichter erreichbar.

Halbwegs konfliktfrei wird die Benutzung aber nur in einem klar definierten und abgegrenzten Bereich ablaufen. Zu viele Emotionen spielen sonst bei Begegnungen mit Hunden eine Rolle: Angst, Abneigung, Vorurteile auf beiden Seiten. Halbe Sachen bringen da nichts, so gut sie auch gemeint gewesen sein mögen.
Rücksichtnahme? Leider unwahrscheinlich.