Erstellt am 31. Mai 2016, 05:54

von Andreas Fussi

Hetzen darf nicht salonfähig sein. Andreas Fussi über schlimme Fälle von Hasspostings im Internet.

Im Zuge der Aufregung rund um den Flüchtlingszuzug und durch den polarisierenden Wahlkampf zur Bundespräsidentenwahl sind viele Gemüter erhitzt. Tagtäglich sind die Internetuser mit manchmal schon hysterischen Postings auf den sozialen Netzwerken konfrontiert. Die Hassposter haben das Internet fest im Griff. Hier gilt es gegenzuhalten.

Es muss eine Selbstverständlichkeit sein, dass die Bezirks-FPÖ keine Nazi-Kommentare duldet und einem Triestingtaler Funktionär die Zurücklegung der Mitgliedschaft nahelegt bzw. mit dem Parteiausschluss droht. Dieser hat mit seinem Wutanfall im Netz weit übers Ziel hinaus geschossen und landete zu Recht vor Gericht.

Auch wenn das Urteil nicht rechtskräftig ist, sollte der Prozess anderen eine Warnung sein. Hetze darf nicht unwidersprochen bleiben und muss in schlimmen Fällen bestraft werden. Das Netz ist keine Spielwiese, wo hetzerische Aggressionen ungestraft ausgelebt werden können. Und da ist auch die Selbstreinigungskraft der einzelnen Parteien – in erster Linie die FPÖ – gefragt.