Erstellt am 30. März 2016, 05:44

von Stefan Jedlicka

Investitionen unrealistisch. Stefan Jedlicka über die Martinek-Kaserne und ihre weitere Nutzung.

Mehr als zwei Jahre sind ins Land gezogen, seit die letzten Soldaten die Martinek-Kaserne verlassen haben. Und wie bei so vielen anderen Kasernen auch, hatte das Verteidigungsministerium bislang wenig Erfolg bei der Suche nach einem Käufer für das Areal. Die Sauerhof- und Sacher-Käufer K.Y.A.T.T. haben Interesse angemeldet. Von einer Realisierung ihres vagen Uni-Campus-Projekts sind wir aber noch meilenweit entfernt. Insofern würde der Antrag von SPÖ und Bürgerliste schon Sinn machen, das Areal wieder militärisch zu nutzen.

Nur: Die Kaserne war schon vor ihrer Schließung in recht bemitleidenswertem Zustand. Seither haben sich zudem mehrfach Vandalen in den leer stehenden Gebäuden eingenistet und zusätzlichen Schaden angerichtet. Seitens des Ministeriums hat man in einem Gutachten festgestellt, dass die Kaserne nicht als Quartier für Flüchtlinge geeignet ist. Bevor man Soldaten dort einquartieren könnte, wären also wohl erhebliche Investitionen nötig. Die sind in Zeiten des Sparstifts im Verteidigungsressort realistischerweise nicht zu erwarten.