Erstellt am 19. Januar 2016, 05:53

von Stefan Jedlicka

„Kleine“ zahlen die Zeche. Stefan Jedlicka über Flüchtlinge in Baden und die Reaktionen darauf.

Die Aufregung hat nicht lange auf sich warten lassen. In den sozialen Medien hat die Nachricht vom geplanten Flüchtlingsquartier im ehemaligen
Helenenheim in Baden rasch zu heftigen Reaktionen geführt. Auch wenn sich viele davon aufgrund ihrer Primitivität selbst disqualifizieren: Die Stimmung in „der Flüchtlingsfrage“ ist angespannt. Das zeigen auch die Pläne zur Aufstellung einer Bürgerwehr in Baden. 

Und das zu einem Zeitpunkt, zu dem noch kein Ende der internationalen Flüchtlingsströme absehbar ist. Sie werden in absehbarer Zeit nicht versiegen. Und die Stimmung dadurch noch weiter anheizen. Für Badens Stadtregierung bedeutet das, nicht nur mit wachsender Unzufriedenheit mancher Bürger zurecht kommen zu müssen, sondern auch mit potenziellen finanziellen Belastungen durch die weitere Integration der Flüchtlinge in den (Sozial-) Staat. Man zahlt also mit an der Zeche dafür, dass eine in der internationalen Friedenssicherung leider weitgehend erfolglose UNO ebenso versagt, wie die EU bei der Sicherung ihrer Außengrenzen.