Erstellt am 18. Juli 2017, 05:00

von Andreas Fussi

Ein erster und wichtiger Schritt. Andreas Fussi über die im Bezirk Baden gestartete Aktion 20.000.

Personen über 50 Jahre, die schon länger arbeitslos sind, haben es in der Berufswelt schwer. Oft hören sie, zu alt, zu teuer, zu wenig flexibel zu sein, dabei wird der Erfahrung und dem Können der Betroffenen viel zu wenig Beachtung geschenkt. Aus dem Grund ist die mit 1. Juli im Bezirk Baden als Modellregion in Kraft getretene Aktion 20.000 der Bundesregierung sehr zu begrüßen.

Sie gibt den älteren Arbeitnehmern die Würde zurück, indem unbürokratisch neue Aufgabengebiete und somit neue Jobs für die Zielgruppe Ü-50 geschaffen werden. Nicht jeder wird davon profitieren, nur diejenigen, die auch wirklich arbeiten wollen. Die Kritik von Wirtschaftsvertretern, dass die Aktion nur Gemeinden oder gemeinnützigen Organisationen zugute kommt, aber nicht auch privaten, ist momentan nicht entscheidend.

Alles auf einmal wäre zuviel. Wenn Berufe, die der Allgemeinheit dienen, mit der Initiative unterstützt werden, ist einmal ein wichtiger Schritt gesetzt. Wichtig wäre nur, dass die Gemeinden die neuen Stellen auch nach den geförderten zwei Jahren weiter finanzieren.