Baden

Erstellt am 19. Juli 2016, 05:58

von Stefan Jedlicka

Einfacher, aber unrealistisch. Stefan Jedlicka über die Pläne für die Martinek-Kaserne.

Was wird aus der Kaserne? Nach dem Aus für die Garnison Baden dämmert das Areal zwischen Vöslauerstraße und B210 nun schon seit Jahren dahin und verfällt langsam. Käufer konnte bis dato keiner gefunden werden. Da liegt es nahe, die Rückkehr zu einer militärischen Nutzung zu fordern. Es wäre der einfachste Weg. Denn dass sich noch zahlungskräftige Interessenten finden, die das Areal so entwickeln, wie sich die Badener Stadtpolitik das vorstellt, wird immer unrealistischer.

Auch wenn aus Sicht einer modernen Städteplanung ein Uni-Campus oder Forschungszentrum reizvoll wären. Dass sich in zweieinhalb Jahren kein ernsthafter Interessent gefunden hat, ist kein gutes Zeichen. Soldaten in der „Pension Martinek“ würden eventuell die Wirtschaft in der Stadt ankurbeln, jedenfalls aber rasch als Helfer zur Verfügung stehen. Nur: Das Areal ist mittlerweile in derart miserablem Zustand, dass vor einer Wiederaufnahme des militärischen Betriebes beträchtliche Summen in eine Renovierung investiert werden müssten. Dass dies passieren wird, ist leider auch unrealistisch.