Erstellt am 29. Dezember 2015, 05:03

von Alexander Wastl

Mehr Verrückte, bitte!. Alexander Wastl über die Arbeit von Helmut Niederhofer.

Aufstieg in die Bundesliga, drei Meistertitel und ein Cupsieg: Es gibt nichts, was Helmut Niederhofer nicht mit den Traiskirchner Lions erlebt hätte.

Seit 45 Jahren lebt Niederhofer, wie er selbst sagt, für den Verein. Dieses Engagement ringt großen Respekt ab – und sollte eigentlich honoriert werden. Doch Niederhofer ist einer von diesen „positiven Verrückten“. Einer jener Obmänner, die Jahr für Jahr private Zeit opfern, um das Vereinswerk‘l am Laufen zu halten. Außergewöhnlich ist das Engagement dieser Funktionäre, nicht jedoch die Ausnahme.

Etliche Vereine hängen an derartigen „guten Seelen“. Doch was passiert eigentlich, wenn Niederhofer nicht mehr da ist, er irgendwann die Lust verliert? Diese Frage stellen sich in Traiskirchen, wie auch in anderen Vereinen, nur wenige. Doch auch Niederhofer wird irgendwann sein Recht, sich zurückzuziehen, geltend machen.

Dass die Ehrenamtlichkeit nicht mehr zeitgemäß ist, weiß auch Niederhofer selbst. Persönlichkeiten wie der 60-Jährige werden weniger. Zeit ist ein kostbares Gut und nur die Wenigsten wollen es heutzutage unentgeltlich opfern. Funktionärsbezahlung im österreichischen Basketball? Es wird wohl wieder an den positiv Verrückten hängen bleiben ...