Erstellt am 10. November 2015, 05:52

von Stefan Jedlicka

Mehr Wien, weniger Baden. Stefan Jedlicka über den Weg von der Volksbank Baden zur Volksbank Wien

Eine Menge Überzeugungsarbeit hatten Vorstandsdirektor Erich Fuker und Aufsichtsratsvorsitzender August Breininger leisten müssen, um die Mehrheit in der einstigen Volksbank Baden auf ihre Seite zu bringen.

Als es um die Fusion mit Wien ging, gab es Widerstand. Der Schritt sei nötig, um die Zukunft des Badener Geldinstitutes abzusichern, hielten Fuker und Breininger ihren Kritikern entgegen. Besser man suche sich selbst einen starken Partner aus, als später nehmen zu
müssen, was übrig bleibt.

Was folgte, gab ihnen zunächst Recht. Eine Welle von weiteren Fusionierungen, die noch nicht abgeschlossen ist. Baden und Wien stiegen gemeinsam zur größten Volksbank des Landes auf. Doch die jüngsten Entwicklungen zeigen, das neue Spitzeninstitut ist – ent-gegen anderen Beteuerungen – doch mehr Wien als Baden. Die nun angekündigte Umbenennung steht als Symbol dafür.

Jetzt müssen Vorstand und Aufsichtsrat der einstigen Volksbank Baden darum kämpfen, zumindest den Rest ihrer Versprechungen zu retten.