Baden

Erstellt am 23. August 2016, 05:39

von Alexander Wastl

Mut wird nicht immer belohnt. Alexander Wastl, über die Erkenntnisse des Ostliga-Derbys.

Mit dem klaren 4:0-Auswärtssieg der Ebreichsdorfer über Traiskirchen hatte im Vorhinein kaum jemand gerechnet. Schon gar nicht Ebreichsdorf-Coach Goran Djuricin.

Der stellte sich nämlich auf eine ziemlich zerfahrene Partie ein – wie das in Derbys eben oft der Fall ist. Statt Taktikgeplänkel gab es aber ein Spektakel zu sehen, mit dem großen Sieger Ebreichsdorf. Doch auch wenn das Spiel für Traiskirchen ziemlich in die Hose ging, war der Auftritt der Gastgeber aller Ehren wert.

Trainer Robert Haas wich von seinem ergebnisorientierten, defensiv ausgerichteten Spiel ab, wollte den Zusehern auf heimischer Anlage etwas bieten. Eine lobenswerte Einstellung, nur machte der rasche Gegentreffer von Beginn an einen Strich durch die Rechnung. Mut alleine wird eben nicht immer belohnt, das Pendel schlug diesmal klar für die abgebrühtere Mannschaft aus.

Was sind also die Lehren aus dem Derby? Haas wird wohl wieder auf Kompaktheit setzen, Offensivspektakel gibt‘s erst, wenn man sich in der Liga etabliert hat. Das ist auch absolut legitim. Der Ebreichsdorfer Saisonstart hingegen prophezeit eine rosige Zukunft. Mit Ritzing kommt nun ein Gegner mit Anspruch auf die vorderen Plätze. Schlägt die Djuricin-Elf wieder zu, ist heuer vieles möglich.