Erstellt am 09. Januar 2018, 04:19

von Andreas Fussi

Viele Fragen bleiben offen. Andreas Fussi über die Aktion 20.000 im Bezirk Baden.

Die Wogen wegen des angekündigten Endes für das Beschäftigungsprojekt „Aktion 20.000“ gehen hoch. Der Bezirk Baden war bekanntlich einer der Modellregionen und sollte somit Vorbild für ganz Österreich sein, wo das Programm ab heuer flächendeckend eingeführt werden sollte. Über 110 Betroffenen im Bezirk, die mit ihren über 50 Jahren sonst kaum einen Job erhalten hätten, haben durch diese Initiative zumindest für zwei Jahre eine Perspektive. Für diese 110 Menschen ändert sich durch das Aus der Aktion nichts. Ihre Vereinbarungen sind abgesichert und gelten bis Ende des Programms Mitte 2019. Viele andere ältere Langzeitarbeitslose, die sich durch die Aktion eine Chance auf einen Arbeitsplatz erhofften, schauen jetzt aber durch die Finger und sind enttäuscht.

Es sollte ein Leichtes sein, zu eruieren, ob die Aktion sinnvoll war oder nicht. Unverständlich erscheint nur, dass viele Vertreter der Volkspartei, die zur Einführung der Aktion noch voll des Lobes dafür waren, nun nicht mehr von der Sinnhaftigkeit überzeugt sind. Auch das wird zu hinterfragen sein.