Erstellt am 07. Juni 2016, 05:30

von Stefan Jedlicka

Wirtschaft und Denkmalschutz. Stefan Jedlicka über Kontroversen bei Bauprojekten in Baden.

Von einer „Spaltung der Gesellschaft“ war nach dem knappen Rennen um das Bundespräsidentenamt die Rede. Eine solche Spaltung – wenn auch in kleinerem Ausmaß – zeichnet sich gerade in Baden ab. Rund um Bauprojekte hat es auch in der Vergangenheit unterschiedliche Ansichten gegeben. Derzeit sind es aber gleich mehrere solcher Vorhaben, die polarisieren: Sauerhof, Caruso, Betreutes Wohnen in der Wassergasse und jetzt auch die ehemalige „Pension Helenental“.

Was muss erhalten bleiben? Was darf verändert werden? Und letztendlich steht dabei immer ein Konflikt im Mittelpunkt: jener zwischen wirtschaftlichen Interessen der Eigentümer und den Auflagen des Denkmalschutzes, beziehungsweise den Sorgen um das Stadtbild. Es ist unrealistisch, zu erwarten, dass Investoren Geld in die Sanierung eines Objektes stecken, wenn daraus kein Gewinn zu erwirtschaften ist. Erpressen darf sich die Stadt aber nicht lassen.

Hier einen Mittelweg zu finden, der eine kontrollierte Weiterentwicklung Badens ermöglicht, ist die Aufgabe, an deren Lösung sich die Stadtführung messen lassen muss.