Erstellt am 03. November 2015, 05:22

von Alexander Wastl

Zwischen Traum und Wirklichkeit. Alexander Wastl über Ebreichsdorfs „tödliche“ Mischung.

Wiener Sportklub, Vienna, Sturm Graz und Ebreichsdorf. Dass diese vier Namen in der Fußballwelt einmal in ein und demselben Atemzug genannt werden, wagte in der zuletzt genannten 10.000-Seelen-Gemeinde, vor drei Jahren niemand zu erträumen.
In den vergangenen Tagen wurde es Realität. Ebreichsdorf hat seinen eigenen Fußball-Olymp erklommen, den Zenit vorerst erreicht. Wäre da nicht Trainer Goran Djuricin, dessen Ehrgeiz und Professionalität zu groß ist, um sich mit erreichten Zielen zufrieden zugeben.

Dann wäre da Wolfgang Martinschitz, Djuricins Gegenpol. Von Gegensätzen zu reden wäre allerdings falsch. Es ist vielmehr eine perfekte Ergänzung. Auf der einen Seite Djuricin, der Träumer, der mit einem Auge Richtung Erste Liga schielt. Dessen Zielstrebigkeit und Siegeswille Mannschaft und Fans mitreißen. Auf der anderen Seite Martinschitz, der zur rechten Zeit bremst.

So wie jetzt: Der Plafond ist, momentan, erreicht. Spiele, wie jene gegen Sturm, lassen gerne übermütig werden. Wie grausam Hochmut werden kann, bekommt man derzeit in Ober-Grafendorf zu sehen. Auf einen vergleichbaren Aufstieg folgte der tiefe Fall in die Zahlungsunfähigkeit. Die Djuricin-Martinschitz-Mixtur macht den Unterschied.