Erstellt am 10. September 2015, 06:27

Weiter Zank um Schlossteich. In der Vorwoche kritisierte Altbürgermeister Kieslich das Vorgehen der Ortsregierung, NÖ Naturschutz zieht nach.

Schlammige Sache: Gemeinderat Wolfgang Machain und Ortschef Christian Macho begutachten den Fortschritt der Schlammräumungen im Schlossteich. Foto: Dusek  |  NOEN, Christian Dusek
Jutta Edelbauer vom Niederösterreichischen Naturschutz – von Beginn an in das Projekt „Schlossteich“ involviert – unterstützt Altbürgermeister Andreas Kieslich (SPÖ): „Ich war nach meinem Urlaub letzte Woche in Kottingbrunn und war selbst schockiert, wie alles trockengefallen ist.“

„Die Fische sind vermutlich längst verendet“

Ihm sei von Wolfgang Machain mitgeteilt worden, „dass das Trockenfallen des Schlossgrabens jedoch nicht im Zusammenhang mit der Räumung steht, sondern auf den extrem trockenen Sommer zurückzuführen ist. Ich habe jetzt mit ihm vereinbart, dass der Teil des Schlossgrabens bei der Zufahrt von der Schlossallee her durch einen kleinen Damm vom aktuellen Räumbereich abgetrennt wird und hier Wasser eingeleitet wird. Das sollte zumindest für die Pflanzen etwas bringen. Die Fische sind vermutlich längst verendet.“

Wolfgang Machain (Liste PRO Kottingbrunn), geschäftsführender Gemeinderat und zuständig für die Wasserschloss BetriebsgesmbH lässt die Vorwürfe nicht gelten: „Der einzig nachvollziehbare Kritikpunkt ist das Tempo, in dem die Arbeiten vorangehen. Das war aber schwer vorherzusagen, da niemand weiß, wie tief der Schlamm in den noch zu reinigenden Bereichen ist.“

„Leider fehlte Mut – oder Wille – zur Umsetzung“

Der jetzige Zustand des noch nicht ausgepumpten Gebietes sei das Resultat der Politik von Ex-Bürgermeister Andreas Kieslich.

„Diese Art der Schlammentfernung wurde übrigens bereits durch meinen Vorgänger Umweltgemeinderat Hermann Pieller in großen Teilen zwar geplant, und unter der Ära des damaligen Bürgermeisters Andreas Kieslich im Gemeinderat so beschlossen, hier aber mit der Mehrheit der damaligen VP-FP-Grün-Pro-Opposition. Leider fehlte aber dennoch der Mut – oder der Wille – zur Umsetzung“, so Machain.

Eine schnellere Möglichkeit würde der Einsatz eines Baggerfahrzeuges bieten: Eine Variante, die aber laut Machain eben auch von Edelbauer bereits zu Beginn des Projektes ausgeschlossen wurde.