Erstellt am 07. September 2015, 08:02

von Barbara Zedlacher

Neuer Trakt im Badener Hof. Im November können die ersten Patienten den neuen Zubau beziehen. Weitere Renovierung von Zimmern ist geplant.

Bis Anfang November noch Baustelle - der Zubau im Badener Hof. Im Bild Manfred Pascher, Bürgermeister Kurt Staska und Doris Walter, Leiterin der Badener KurbetriebgesmbH. Foto: Zedlacher  |  NOEN, Zedlacher

Der zweite Teil des Zubaus im Badener Hof steht kurz vor seiner Fertigstellung. Ab 4. November können die ersten Patienten den neuen Trakt beziehen.

Das Gesundheits- und Kurhotel ist laufend um Qualitätsverbesserung bemüht und gehört mit der Römertherme und dem Kurzentrum zur Badener KurbetriebsgesmbH. Angeschlossen an das Gesundheitshotel entsteht nun ein Zubau mit 42 Einzelzimmern für Gesundheits- und Kuraufenthalte, der kurz vor seiner Finalisierung steht.

Im Erdgeschoss werden ein zusätzliches Restaurant und neue Seminarräume für Vorträge und Veranstaltungen errichtet. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf drei Millionen Euro.

Renovierung weiterer Zimmer in Folgejahren

Derzeit verfügt das Gesundheitshotel über 72 Zimmer, darunter zehn Appartements. Im Kurhotel befinden sich 127 Zimmer, zum großen Teil Einzelzimmer. Zusätzlich zum Zubau soll in den nächsten Jahren ein wesentlicher Teil der bestehenden Zimmer im Kurhotel renoviert und vergrößert werden.

Anlässlich dieser Erweiterung erinnert sich Stadtchef Kurt Staska (ÖVP): „Der Mariazellerhof (nunmehr Badener Hof) war damals im Besitz einer Landesstiftung, die Stadtgemeinde war Pächter. Wir mussten viel Sitzfleisch beweisen, bis der Kauf endgültig war.“ Der sanierungsbedürftige Mariazellerhof wurde alsbald renoviert und umgebaut.

„Wir haben ein sehr veraltetes Gebäude übernommen, den alten Trakt weggerissen und neu gebaut“, erzählt Manfred Pascher (Gesellschafter der Badener KurbetriebsgesmbH.-BBB) aus der Historie der Kuranstalt. Die Investitionen, die seit damals allesamt getätigt wurden, liegen bei rund neun Millionen Euro, erläutert der Gesellschafter der BBB, und betont, dass es auch in Zukunft immer wieder notwendig sein werde, laufend Geld hineinzustecken, wenn man ein intaktes Haus halten wolle.

Auch in medizinischer Hinsicht habe man viel in diesen zehn Jahren investiert: „Wir haben jetzt fünf Ganztagesärzte, vor zehn Jahren waren es noch zwei Halbtagesärzte. Auch die Zahl der Therapeuten hat sich verdoppelt“, erklärt Pascher.

Keine Sorgen um Badens Kurtourismus

Dass der Badener Hof mittlerweile zu klein geworden ist, freut den Stadtchef: „Erfreulich, denn das zeigt uns, dass die Nachfrage dementsprechend vorhanden ist“, mit Nächtigungszahlen von rund 80.000 pro Jahr brauche man sich mit diesem Leitbetrieb um den Kurstandort Baden keine Sorgen zu machen.

„Mit der Erweiterung des Badener Hofs werden neue, wichtige Kapazitäten geschaffen, um die Nächtigungszahlen in unserer Stadt noch mehr zu steigern“, freut sich der Bürgermeister, „außerdem untermauern Maßnahmen durch private Investoren das Vertrauen in die Stadt Baden als Gesundheits- und Tourismusdestination.“ Allein aus dem Kurtourismus wurden im vergangenen Tourismusjahr 238.000 Nächtigungen erzielt.

„Von der Auslastung her stehen wir wirklich gut da“, fügt Doris Walter, Geschäftsführerin der KurbetriebsgesmbH. hinzu, der Wunsch nach der Destination Baden sei nach wie vor groß. Vor allem auch deshalb, weil die Stadt die zwei Themen Kur und Kultur miteinander verbinde.

„Viele Kurgäste wünschen sich genau das“, so Doris Walter. Das Gesundheitshotel Badener Hof in seiner heutigen Form bietet ein Kur- und Wiederherstellungsprogramm, das speziell für Beschwerden des Stütz- und Bewegungsapparates sowie für Patienten nach Hüft- oder Kniegelenks-Operationen ausgerichtet ist. Mitte November wird somit zeitgleich Eröffnung und Jubiläum gefeiert.