Erstellt am 19. Juli 2017, 05:21

von Andreas Fussi

Aufregung um Fischteich in Tribuswinkel. Jahrzehntelang als Teich bewilligte Schottergrube wurde vor kurzem vom Grundbesitzer zugeschüttet. Analyse soll klären, ob geeignetes Material verwendet wurde.

So sah der Teich bis vor kurzem noch aus – und seit wenigen Tagen ist nichts mehr davon übrig.  |  NOEN, privat

Die NÖN bekam den Hinweis, dass ein jahrzehntelang bestandener Fischteich in der Kornfeldgasse in der Tribuswinkler Schafflerhofsiedlung „in einer Nacht- und Nebelaktion“ zugeschüttet worden sei. Vermutet wird, dass dies illegal erfolgt sei, da angeblich ein Akt auf der Bezirkshauptmannschaft aufliegen soll, wonach dieser Teich nicht zugeschüttet werden dürfe.

Foto: Privat  |  NOEN

Das Areal soll voller Leben gewesen sein, mit Fröschen, Krebsen und zum Teil geschützten Fischarten wie den Bitterling. Es stelle sich die Frage, welches Material zum Füllen verwendet worden ist. Denn es bestehe die Gefahr, dass falsches Material das Grundwasser verschmutzen könne. „Wieso wird so ein Lebensraum zugunsten des Profits zugeschüttet?“, fragt sich ein Kritiker.

Laut Bezirkshauptmann Heinz Zimper sei „alles legal“ zugegangen. „Die Zuschüttung war angekündigt, mit der Zusage, es handle sich um einwandfreies Material“. Der Grundstückseigentümer wolle das Areal anderswertig nutzen und habe auf das Wasserrecht verzichtet. So etwas komme laut Zimper immer wieder vor. Es werde aber selbstverständlich überprüft, ob das Material geeignet war. Dazu werde noch eine Probenanalyse abgewartet. Falls wieder Erwarten Bauschutt verwendet worden sei, müsste der Besitzer auf eigene Kosten das Material wieder ausgraben lassen.

Im Zuge des Autobahnbaus seien mehrere Schottergruben angelegt worden, die dann zu Teichen wurden, weiß Zimper.