Leobersdorf

Erstellt am 11. April 2017, 05:00

von NÖN Redaktion

Für ein Leben ohne Lärm. Sämtliche Fraktionen des Gemeinderates haben sich zusammengeschlossen, um den bereits seit 1985 bestehenden Lärmschutz entlang der Südautobahn zu modernisieren.

Gerhard Tschakert (SPÖ), Johann Zöhling (ÖVP), Ortschef Andreas Ramharter (Liste Zukunft), Dietmar Plank (FPÖ) und Vizebürgermeister Harald Sorger sind im Gram gegen den Lärm vereint.  |  Christian Husar

Besseren Lärmschutz an der Südautobahn fordern alle Gemeinderatsfraktionen – Zukunft Leobersdorf, ÖVP, SPÖ und FPÖ – und wollen daher ab sofort gemeinsam intensiv für ein Leben ohne Lärm kämpfen.

Zukunft Leobersdorf-Obmann und Bürgermeister Andreas Ramharter: „Wir werden ab sofort Unterschriftenlisten auflegen und ersuchen alle Leobersdorfer mit ihrer Unterschrift zum Ausdruck zu bringen, dass es ihnen wichtig ist, dass der Lärmschutz an der A2 verbessert wird“.

100.000 Fahrzeuge im Jahr 2020

Unterschrieben werden kann ab sofort im Bürgerservicebüro im Rathaus und in den mit #lebenohnelärm gekennzeichneten Geschäften. ÖVP-Fraktionsobmann Johann Zöhling: „Pro Tag donnern auf der Autobahn 80.000 Fahrzeuge, davon 6.000 LKW, durch das Ortsgebiet.

Im Jahr 2020 werden es bereits 100.000 Fahrzeuge sein, die bei uns durchfahren“. Die Lärmschutzwände entlang des Leobersdorfer Autobahnabschnittes wurden bereits vor 32 Jahren errichtet. SPÖ-Fraktionschef Gerhard Tschakert: „Damals, 1985 gab es noch keine Handys, am Schreibtisch stand der Commodore Amiga, Michail Gorbatschow war an der Macht. Der Lärmschutz ist einfach nicht mehr zeitgemäß.“

"Dauerhaft 70 Dezibel"

FPÖ-Fraktionsobmann Dietmar Plank: „Studien belegen, dass Straßenlärm ab 55 Dezibel krank machen kann. Wir haben im Bereich der Autobahn dauerhaft 70 Dezibel! Schlafstörungen oder Hörschäden können davon die Folgen sein“.

Die Gemeinde wird sich gemeinsam mit den verantwortlichen Behörden um eine detaillierte Aufarbeitung bemühen, so Ortschef Ramharter: „Gemeinsam mit Asfinag und Land wollen wir uns anschauen, wo wir den Schutz ausbauen und erhöhen oder bestehende Lärmschutzelemente verlängern können. Danach wollen wir Kosten und Finanzierung ermitteln und letztendlich die Durchführung der erforderlichen Maßnahmen erwirken“.