Leobersdorf , Wöllersdorf-Steinabrückl

Erstellt am 17. Juli 2016, 10:12

Horrorunfall überlebt: Familie hatte Schutzengel. Schwerer Unfall einer polnischen Familie auf der A2 am Weg in Süden. Ihr Auto verlor Rad, schleuderte quer über alle Fahrbahnen und landete im Straßengraben.

BFK Baden / Stefan Schneider

Mehr als nur einen Schutzengel hatte eine polnische Familie in den späten Nachmittagsstunden, gegen 17.30 Uhr, am Freitag auf der A2 Südautobahn.

Die Polen waren gerade mit ihren Pkw auf dem dritten Fahrstreifen in Richtung Süden unterwegs, als das Fahrzeug kurz vor Wöllersdorf plötzlich zu weit an den linken Fahrbahnrand geriet und bei einer Brücke mit dem linken Vorderrad gegen einen Betonsockel fuhr.

Der Anprall so heftig, dass das Rad aus der Verankerung riss. Der Lenker verlor die Herrschaft über das Fahrzeug, geriet ins Schleudern, querte alle vier Fahrstreifen und fuhr auf die rechte Randleitschiene auf. Dabei wurde das Fahrzeug ausgehoben, stürzte in den Straßengraben und prallte mit voller Wucht gegen einige Bäume des Windschutzgürtels. Der schwer beschädigte Pkw kam seitlich liegend zwischen den Bäumen zu liegen.

Fahrzeuginsassen blieben unverletzt

Nachkommende Fahrzeuglenker beobachteten den Vorfall und verständigten umgehend die Einsatzkräfte. Als die alarmierte Freiwillige Feuerwehr Leobersdorf an der Unfallstelle eintraf, waren Einsatzkräfte der Autobahnpolizei und der Rettung bereits am Unfallort. Die Rettungskräfte versorgten gerade die Familie, den Vater, die Mutter und ihre zwei Kinder, welche sich bereits außerhalb des verunfallten Fahrzeuges befanden.

Obwohl der Wagen total deformiert ist, blieben die Fahrzeuginsassen, nach ersten Meldungen vor Ort, fast unverletzt. Sicherheitshalber wurde aber die ganze Familie zur weiteren Abklärung von den Rettungskräften in ein Spital abtransportiert.

Bevor das Unfallwrack von der Feuerwehr Leobersdorf aus dem Straßengraben geborgen werden konnte, musste zuerst ein Baum mittels Motorkettensäge und dem Ladekran entfernt werden.

Für die Dauer der Bergearbeiten mussten neben dem Pannenstreifen noch zwei Fahrstreifen gesperrt werden. Innerhalb kürzester Zeit bildete sich im Freitagnachmittagsverkehr ein kilometerlanger Rückstau. Mitarbeiter der Asfinag sicherten die Unfallstelle ab. Kurz vor 18.30 Uhr waren wieder alle Fahrstreifen befahrbar.