Erstellt am 15. Oktober 2015, 05:47

von Stefan Jedlicka

"Mehr als ein Logo". Agentur soll einheitliches Design für Auftritt der Stadt nach außen kreieren. Opposition kritisiert Zeitplan.

Stadträtin Carmen Jeitler-Cincelli (ÖVP) will noch in diesem Jahr ein einheitliches Stadt-Design.  |  NOEN, © Jeitler & Partner - www.werbe

Einen einheitlichen Auftritt in Öffentlichkeitsarbeit, Tourismus und kulturellen Aktivitäten soll die im vergangenen Jahr präsentierte „Marke Baden“ der Stadt unter anderem bescheren. Um dies grafisch auszudrücken, wurde nun eine „Brand-Design“-Agentur damit beauftragt, diese „Corporate Identity“ zu schaffen. Die Kosten dafür: 25.000 Euro.

„Es geht nicht nur um ein neues Logo, sondern um die gesamte grafische Umsetzung“, betont Wirtschaftsstadträtin Carmen Jeitler-Cincelli (ÖVP). Unterstützung erhielt sich jedoch nur von den Koalitionspartnern Grüne und NEOS. Die Bürgerliste „wir badener“ ist dagegen. Grund: die Kosten sollen als „überplanmäßige Ausgaben“ noch heuer eingeplant werden.

Dafür gebe es jedoch keinen Grund, ist Bürgerlisten-Chef Stadtrat Jowi Trenner überzeugt. „Der Beschluss widerspricht der NÖ Gemeindeordnung.“ Diese besagt, dass überplanmäßige Ausgaben nur dann zulässig sind, wenn sie unvermeidlich sind. „Und unvermeidlich sind Ausgaben dann, wenn eine gesetzliche oder vertragliche Verpflichtung der Gemeinde besteht. Unabweisbare, zwingende Bedürfnisse“, so Trenner. Dies sei jedoch nicht der Fall.

 Neustart der Stadt-Homepage 

SP-Vorsitzender Stadtart Markus Riedmayer sieht ebenfalls keine Dringlichkeit. „Die Marke Baden wurde im November 2014 präsentiert. Jetzt soll laut Stadträtin Jeitler-Cincelli der ,nächste logische Schritt‘ erfolgen. Ohne vorher in einem Ausschuss über die Details zu sprechen. Warum plötzlich die Eile? Hat man ein Jahr lang gar nichts gemacht?“

Jeitler-Cincelli begründet die Dringlichkeit mit dem bevorstehenden Neustart der Homepage der Stadt, der schon im neuen Design erfolgen soll. Er müsse noch heuer erfolgen. Auch Vizebürgermeisterin Helga Krismer (Grüne) verteidigt den Zeitplan: „Wir hatten eine Gemeinderatswahl im Jänner und eine Wiederholung im September. Das hat Ressourcen gekostet. Es wurde sehr wohl gearbeitet.“