Erstellt am 29. Dezember 2015, 05:03

Maßnahmen gefordert. ÖVP-Bürgermeister Kurt Staska fordert im Falle der Alland-Umfahrung Maßnahmen für die Badener Bürger, unter anderem Geschwindigkeitsbeschränkungen.

ÖVP-Bürgermeister Kurt Staska befürchtet mit der Umfahrung bei Alland (darüber wird am 17. Jänner abgestimmt) mehr Verkehr im Helenental. Deswegen fordert er stadtauswärts eine Verlängerung der 50 km/h-Beschränkung bis einschließlich dem Tunnel Urtelstein.  |  NOEN, Mathias Schranz
Nicht nur in der letzten Gemeinderatssitzung von Alland gingen die Wogen hoch. Das in Diskussion befindliche Projekt einer Umfahrung Alland wird auch von Badens Stadtspitze äußerst skeptisch gesehen.

Die daraus resultierende weitere Attraktivierung der B210 als Abkürzungsstrecke zur Südautobahn speziell auch für Pkw lässt einen weiteren Verkehrszuwachs im Helenental und in den westlichen Teilen des Badener Stadtgebietes befürchten, glaubt ÖVP-Bürgermeister Kurt Staska. Zudem wird die grundsätzliche Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit dieses Straßenprojektes in Frage gestellt, wie sich zuletzt vermehrt auch in Diskussionen in Alland selbst zeigt.

Staska: "Äußerst sensibler Streckenabschnitt"

Sollte das Bauvorhaben durch das Land Niederösterreich trotzdem umgesetzt werden, fordert Staska ein umfassendes begleitendes Maßnahmenpaket für die betroffenen Badener.

Staska weiß, „dass gerade der Bereich des Helenentals ein äußerst sensibler Streckenabschnitt ist, den es besonders zu schützen gilt. Mit dem nun geforderten Maßnahmenpaket soll sichergestellt werden, dass dieses besondere Naherholungsgebiet behutsam geschützt und ein zusätzlicher Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt erreicht wird.“

Er fordert Begleitmaßnahmen, noch bevor die Verkehrsfreigabe für die „Alland-Umfahrung“ erfolgt ist. Staska betont in diesem Zusammenhang, dass dieses Maßnahmenpaket selbst ohne Spange Alland zur Entlastung der Anrainer sehr wichtig ist.

Die konkreten Maßnahmen:

  • Im Streckenabschnitt der Siegenfelder Kreuzung eine durchgehende Geschwindigkeitsbeschränkung von 70 km/h. Die Kreuzung soll so sicherer werden.

  • Stadtauswärts Verlängerung der innerstädtischen 50 km/h-Beschränkung bis einschließlich Urtelstein. Zusatznutzen: mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, speziell auch für alle Radfahrer.

  • An der Einmündung der Umfahrungsstraße in die Helenenstraße Errichtung eines Kreisverkehrs, wodurch diese Gefahrenstelle, an der sich immer wieder Unfälle ereignen, drastisch entschärft wird. Gleichzeitig wird dabei die Geschwindigkeit deutlich reduziert und es ergeben sich auch gestalterische Möglichkeiten.

  • Auf der Umfahrungsstraße zwischen der Helenenstraße und der Vöslauerstraße Einrichtung einer durchgehenden Geschwindigkeitsbeschränkung von 70 km/h. Mit dieser Maßnahme wird die Lärmbeeinträchtigung auch für jene Anrainer, die in einem derzeit geltenden 100 km/h-Beschränkungsbereich leben, vermindert. Zusätzlich eine stationäre Radarbox.

    Der Stadtchef unterstreicht, „dass jeder Punkt dieses Maßnahmenpakets für Baden in zweifacher Hinsicht Vorteile bringt. Einerseits wird das Helenentals trotz der geplanten Alland-Umfahrung künftig nicht die attraktivste Route sein, andererseits erreichen wir mit diesen Punkten ein Plus an Sicherheit und Lärmverminderung für unsere Bürger.“