Erstellt am 02. Dezember 2015, 05:13

von Stefan Jedlicka

Mehr als Bonuskarte. Wenig verwendete „Bonus Card“ soll zahlreiche neue Funktionen bekommen. Obfrau Jeitler-Cincelli kontert Kritik. .

Frauen-Power im Stadtmarketing. Carmen Jeitler-Cincelli, Martina Nouira-Weißenböck und Romana Mares (v.l.).  |  NOEN, Jedlicka

Die vom Stadtmarketing initiierte „Baden Bonus Card“ soll neu gestaltet werden (die NÖN berichtete). Allerdings mit einer Vielzahl weiterer möglicher Funktionen, wie Obfrau Carmen Jeitler-Cincelli betont.

Denn jeder neu zugezogene Badener soll die Karte in Zukunft automatisch erhalten. Mit dieser „Bürgerkarte“ soll auch der Zutritt zum Bauhof möglich sein, eventuell zur Römertherme und dem Casino mit Vergünstigungen. Ein Bonussystem bei Verwendung zur Bezahlung der Parkgebühren ist ebenso in Planung, wie spezielle Angebote für die Museen der Stadt.

Rund 8.000 Karten im Umlauf

Das derzeitige System sei in die Jahre gekommen und müsse daher ausgetauscht werden, sagt Obfrau-Stellvertretrerin Martina Nouira-Weißenböck. Das neue werde auch kontaktlos und über Tablets funktionieren, die Unternehmern günstig zur Verfügung gestellt werden. Trotz Kritik einiger Wirtschaftstreibender, die nach dem Beschluss in der Vorwoche auch in sozialen Medien geäußert wurde, sieht das Stadtmarketing-Team ein klares Votum für die neue Karte. „Wir wollen ein zeitgemäßes Kundenbindungsprogramm.“

So erhoffe man sich auch vom Tausch der Karten eine Belebung der Wirtschaft. Denn: „Rund 8.000 Karten sind im Umlauf. Alle Besitzer werden angeschrieben und kommen dann, um ihre Guthaben einzulösen und umzutauschen. Das schafft Frequenz.“

Dass nur rund 30 der 131 Mitglieder des Stadtmarketings beim Beschluss anwesend waren, sei „bedauerlich, aber seit Jahren Usus“, so Jeitler-Cincelli: „Aber viele haben im Vorfeld schon ihre Unterstützung zugesichert.“ Die Gesamtkosten von 46.000 Euro umfassen Entwicklung, Kartenkauf, Marketing und Systemumstellung.