Baden

Erstellt am 12. September 2016, 15:52

Neues Landesklinikum Baden eröffnet. Als eines der modernsten Krankenhäuser Europas wurde heute, Montag, der Neubau des Landesklinikums Baden von Landeshauptmann Erwin Pröll feierlich eröffnet.

Vor dem Neubau des Landesklinikums Baden: Dr. Robert Griessner, Medizinischer Geschäftsführer der NÖ Landeskliniken-Holding, Ärztliche Direktor Prim. Univ. Doz. Dr. Johann Pidlich, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Landesrat Mag. Karl Wilfing und Bürgermeister KR Kurt Staska. (v.l.n.r.)
 
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Rund sechs Jahre nach dem Spatenstich im Februar 2010 ist es damit am Standort Baden soweit und das Klinikum der Zukunft geht in Betrieb. Die Vorbereitungen für die Übersiedlung sind bereits voll im Gange, am 30. September startet dann die Patientenversorgung in den neuen Räumlichkeiten.

Der Standort Baden sei ein „historischer Ort“, denn das Landesklinikum Baden habe das Land Niederösterreich im Jahr 2003 „als erstes Krankenhaus übernommen“, so Landeshauptmann Pröll. Seit 2008 seien alle 27 Krankenanstalten in Niederösterreich unter einem Dach. Die NÖ Landeskliniken-Holding sei der größte Gesundheitsanbieter Österreichs mit rund 20.500 Mitarbeitern und rund 170.000 operativen Eingriffen im Jahr. „Allein diese beiden Zahlen verdeutlichen, was in der Gesundheitsversorgung bewältigt wird“, so Pröll.

LH Pröll: „Optimale Gesundheitsversorgung“

Ziel des Landes Niederösterreich sei es, „optimale Gesundheitsversorgung landauf und landab anzubieten“, so der Landeshauptmann. „Mehr als 50 Prozent des Landesbudgets werden in Gesundheit und Soziales aufgewendet“, führte Pröll aus, dass auch in den nächsten Jahren zwei Milliarden Euro in die Modernisierung der Klinikstandorte investiert werden.

Die Thermenregion sei „eine der dynamischsten Wirtschaftsregionen“, betonte Pröll: durch „ein intensives Bevölkerungswachstum“, Betriebsansiedlungen und die touristische Entwicklung. Dass man die beiden Standorte Baden und Mödling erhalte, liege daran, dass man zum einen durch den Bundesgesetzgeber verpflichtet sei, pro 90.000 Einwohner ein Krankenhaus zu errichten, zum anderen ein größeres Haus auch nicht billiger sei als diese beiden Standorte und vor allem, weil das der Wunsch der Bürger sei.

Eröffneten den Neubau des Landesklinikums Baden: Ärztliche Direktor Prim. Univ. Doz. Dr. Johann Pidlich, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Landesrat Mag. Karl Wilfing. (v.l.n.r.)
 
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„Am 30. September beginnt hier offiziell der Betrieb“, sagte der Landeshauptmann im Ausblick, dass nächstes Jahr im Herbst der Neubau des Landesklinikums Mödling eröffnet werde. Ein weiterer Schritt seien die Planungen des Neubaus des Landesklinikums Wiener Neustadt – das sei wichtig durch „die neue Perspektive mit MedAustron."

Der Kaufmännische Direktor Reinhard Fritz betonte, dass es drei Grundbedingungen brauche, damit ein derartiges Projekt so erfolgreich umgesetzt werden könne: „Es braucht eine klare Entscheidung“, diese sei durch das Land Niederösterreich getroffen worden. Weiters brauche es „ein durchdachtes innovatives Planungskonzept“ und „eine konsequente Umsetzungsstrategie“. Dass dies gelungen sei, zeige sich am Neubau des Landesklinikums Baden.

„Ich freue mich, dass wir nach zehn Jahren Planung heute hier stehen dürfen“, so der Ärztliche Direktor Johann Pidlich. Hier zeige sich Pioniergeist, es sei wichtig, immer etwas Neues zu entdecken. Mit diesem wunderschönen Haus könne man die Zukunft weiter ausbauen. „Wir sind gerüstet für die Zukunft“, so Pidlich.

Die Mitarbeiter seien von Anfang an eingebunden worden, betonte Pflegedirektorin Margit Wukitsevits. In diesem neuen Gebäude werde den Mitarbeitern die Möglichkeit geboten, sich weiterzuentwickeln.

Band durchschneiden zur Eröffnung des Neubaus des Landesklinikums Baden mit Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll (4.v.r.) und Landesrat Mag. Karl Wilfing (Mitte). 
 
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In den Neubau des Landesklinikums Baden sind insgesamt 190 Millionen Euro investiert worden. Auf einer Brutto-Grundfläche von 64.000 Quadratmetern ist in den vergangenen Jahren östlich des bestehenden Krankenhauses der Klinikneubau mit drei Pavillons und einer zentralen Eingangshalle entstanden. Das Klinikum bietet 443 Betten, davon 24 Intensivbetten und 20 Dialyseplätze, und sechs hochmoderne OP-Säle.

Das medizinische Angebot umfasst: Anästhesiologie und Intensivmedizin, Chirurgie, Innere Medizin inklusive Gastroenterologie, Hepatologie, Nephrologie, Dialyse, Psychosomatik, Onkologie (mit Tagesklinik), Palliativstation, Labor, Notfallambulanz und Aufnahmestation, Pathologie, Physikalische Medizin, Psychiatrie, Radiologie, Unfallchirurgie und Urologie.