Erstellt am 16. November 2015, 11:47

von Stefan Jedlicka

Nächste Solaranlage neben Kläranlage. Traiskirchen widmet Grundstück um. Baden errichtet 2016 Anlage, die Strom für 40 Haushalte erzeugt.

Die geplante Photovoltaik-Anlage (blau gestreifte Fläche) neben Kläranlage und ÖAMTC-Stützpunkt an der Umfahrungsstraße. Sie liegt auf Traiskirchner Stadtgebiet.Stadtgemeinde Baden  |  NOEN

Das Projekt liegt schon seit geraumer Zeit in der Schublade von Gerfried Koch. Jetzt kann der Leiter des Klima- und Energiereferates der Stadt an die Umsetzung gehen. Neben der Kläranlage an der Umfahrungsstraße wird eine weitere Photovoltaik-Anlage entstehen.

Grund für die Verzögerung waren Unstimmigkeiten zwischen der ÖVP Baden und der SPÖ Traiskirchen. Dort ließ man sich mit der Umwidmung des Grundstückes, das auf Traiskirchner Stadtgebiet liegt, Zeit. Vermittlungen der Grünen scheinen jetzt zum Erfolg geführt zu haben. Gemeinsam mit der Grünen Gemeinderätin Gisela Vitek kündigte Traiskirchens SP-Bürgermeister Andreas Babler an, die Umwidmung werde noch heuer vollzogen.

Badens Vizebürgermeisterin Helga Krismer (Grüne) ist erfreut, dass „Traiskirchen nach fast eineinhalb Jahren einem weiteren Sonnenprojekt für die Badener grünes Licht gibt“. Und sie dankt: „Ich bin froh, dass in unserer Region über Gemeinde- und Parteigrenzen hinweg am Energiefahrplan des Landes NÖ mitgearbeitet wird.“ Im Bezirk Baden gibt es aktuell 1.390 Photovoltaikanlagen, 25 Windräder, ein Biomasse und 25 Kleinwasserkraftwerke, die Strom für 52.000 Haushalte erzeugen.

Strom geht zur Gänze

Die Photovoltaik-Anlage für die Kläranlage soll 160 Kilowatt leisten, das entspricht dem Bedarf von rund 40 Einfamilienhäusern. Der erzeugte Sonnenstrom wird allerdings zur Gänze für die Kläranlage verwendet und soll sie zu 75 Prozent von fossiler Energieversorgung unabhängig machen.

Errichter und Betreiber ist Wien Energie. Die Stadtgemeinde pachtet die Anlage, muss selbst nichts für die Errichtung investieren, stellt aber die rund 4.500 Quadratmeter große Fläche zur Verfügung. Und es wird wieder ein Bürgerbeteiligungsmodell geben, wie schon bei der Anlage auf der Sporthalle. Bürger können sich nach dem Modell Sale and Lease Back beteiligen und erhalten für ihre Investitionen eine Verzinsung. Die Tarife dafür werden erst festgelegt. Die Errichtung der Anlage soll 2016 erfolgen.