Baden

Erstellt am 11. April 2017, 05:01

von Thomas Lenger und Andreas Fussi

Rotes Kreuz startet Sozial-Laden. In Baden eröffnet „Henry Sozial-Laden“. Motto: „Verwenden statt verschwenden.“

Bezirksstellenleiter Gernot Grünwald, Mitarbeiter im SOZIAL.laden Martin Sigler und Angelika Miedl, Bezirksstellengeschäftsführerin Karoline Anhammer, Bereichsverantwortlicher Interne Services Manfred Lang, Bezirksstellenleiterin-Stv. Corina Kornherr..  |  Thomas Lenger

Seit 2009 gibt es in Baden mit der „Team Österreich Tafel“ für hilfsbedürftige Menschen die Möglichkeit, jeden Samstag Lebensmittel welche von umliegenden Firmen gespendet werden und in Ordnung sind, kostenlos zu erhalten. Ab 25. April wird das Angebot des Roten Kreuzes mit dem „Henry Sozial-Laden“ erweitert.

"Genug Bedarf für zwei Sozialmärkte"

In der Wassergasse 22-26, dort, wo vor vielen Jahren der Supermarkt Eisenberger war, mitten im Herzen von Baden, konnte man sich mit den sehr entgegenkommenden Vermietern über die Installierung des Sozial-Ladens des Roten Kreuzes einigen. Auf über 320 Quadratmetern werden vorerst jeden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 10 bis 15 Uhr gespendete Lebensmittel zum Kauf angeboten.

Der Preis der Produkte liegt dabei bei weniger als 50 Prozent des Preises, welcher in Lebensmittelgeschäften verlangt wird. „Sollte der Bedarf nach einer Erweiterung der Öffnungszeiten da sein, werden wir das sicher überlegen“, so Rot Kreuz Bezirksstellenleiter Gernot Grünwald.

Er sieht keine Konkurrenz zum schon bestehenden Sozialmarkt des gemeinnützigen Vereins „wir badener“ in der Antonsgasse. „Es ist genug Bedarf in der Stadt Baden für zwei Sozialmärkte da“, glaubt Grünwald.

Einkaussberechtigt sind nur sozial Schwache

Einkaufsberechtigt sind wie bei der „Team Österreich Tafel“ nur sozialschwache Menschen aus dem politischen Bezirk Baden. „Wir prüfen die Einkaufsberechtigungen in Form von Einkommensnachweisen und Meldezettel der im Haushalt lebender Personen“, so Grünwald. Die Einkaufskarten werden für ein Jahr ausgestellt und nach Ablauf müssen sie wieder beantragt werden.

Verkauft wird nur Ware, die von Händlern, Lebensmittelmärkten oder Privatpersonen gespendet wurde. „Bei uns kann dann jeder gerne etwas direkt im Geschäft vorbeibringen und spenden“, so der Aufruf des Roten Kreuzes. Mit der Aktion „Öffentlicher Kühlschrank“, sollen zudem Privatpersonen, aber auch Gastronomiebetriebe angesprochen werden, (zuviel gekaufte) Lebensmittel nicht wegzuwerfen, sondern zu spenden.

„Wir übernehmen nur Original verpackte Ware, die noch genießbar ist.“ Darüber hinaus auch Obst und Gemüse, gerne auch aus dem eigenen Garten, wenn die Ernte zu groß ausfällt und nicht alles selbst verwertet werden kann.

Ehrenamtliche Helfer gesucht

Gerne sind auch ehrenamtliche Helfer gesehen, wird betont. Die Einrichtung des neuen sozialen Marktes wurde zum Großteil von der Firma Spar gespendet, welche gerade in der Wienerstraße im Zuge der Eurospar-Eröffnung eine Filiale aufgelöst hat.

Betreut werden die Kunden von zwei Teilzeitmitarbeitern sowie von freiwilligen Helfern. „Wir wissen, dass dieses Projekt für uns keinen Gewinn bringt, sondern sogar Kosten verursacht, aber wir sehen es als unseren sozialen Auftrag hier aktiv zu werden“, so der Bezirksstellenleiter.

Derzeit wird noch eifrig eingerichtet, am 25. April soll dann der Henry Sozial-Laden das erste Mal seine Türen öffnen..

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