Erstellt am 16. Dezember 2015, 05:18

von Stefan Jedlicka

Lärm stört Anrainer. Warndurchsagen vor allem nachts ärgern Anrainer. Bis Februar werden sie aber spätestens eingestellt.

Regionalexpress und Regionalzüge halten ab dem 13. Dezember nicht mehr in Klosterneuburg-Kierling.  |  NOEN, ÖBB

„Achtung, Zug fährt ab!“ Wenn Chris Lohners an sich sanfte Stimme aus den Lautsprechern des Bahnhofes Pfaffstätten ertönt, stellen sich bei Anrainer Alfons Redl die Nackenhaare auf. Das liegt nicht so sehr am Warnhinweis an sich, als vielmehr an der Lautstärke, mit der er ausgesandt wird.

„Auf die Nachtruhe wird keine Rücksicht genommen“, ärgert er sich: „Wenn zum Beispiel um 0.15 Uhr eine Garnitur abfährt, plärren 24 Lautsprecher auf 140 Metern mit 70 bis 80 Dezibel in die total stille Nacht. Mit der Sicherheit der Fahrgäste hat das absolut nichts zu tun. Im Inneren der Zugsgarnituren sind diese Durchsagen nervig.“ Und Redl verweist auf eine EU-Verordnung, die diesbezüglich klare Vorgaben macht. „Denn dieser Lärm macht krank“, ist er überzeugt.

Derzeit noch Warndurchsagen 

Und er soll spätestens im Februar auch der Vergangenheit angehören, versichert man auf NÖN-Nachfrage seitens der ÖBB. „Seit Mitte des Jahres setzen wir umfangreiche technische Maßnahmen beim Türsystem der Schnellbahngarnituren um“, versichert Sprecher Christopher Seif. Alle werden mit einem den europäischen Normen entsprechenden Einklemmschutz ausgestattet, der zusätzliche optische und akustische Warneinrichtungen beinhaltet.

Bis Jahresende werde der Umbau abgeschlossen sein. Die derzeit noch zusätzlichen Warndurchsagen bei Abfahrt des Zuges über die Außenlautsprecher seien dann nicht mehr nötig. „Der Rückbau hat bereits begonnen und wird bis spätestens Ende Februar bei allen Garnituren abgeschlossen sein“, verspricht Seif. Und er bittet um Verständnis: „Die Lautstärke kann leider nicht verändert werden. Bis Ende Februar kann es daher noch zu vereinzelten Lärmbelästigungen kommen. Wir bedauern die Unannehmlichkeiten.“