Kottingbrunn

Erstellt am 04. August 2016, 05:04

von NÖN Redaktion

Kaiserallee: Bäume sind erkrankt. In der Kaiserallee werden die Bäume von einer Pilzerkrankung bedroht. Die Gemeinde überlegt Nachbepflanzungsmöglichkeiten.

Befallene Bäume werden gekennzeichnet und müssen so schnell wie möglich gefällt werden.
 
 |  Rittmannsberger

Zahlreiche Bäume sind in der Kaiserallee erkrankt. Es handelt sich dabei neben der sogenannten „Phytophtora“ Pilzerkrankung, auch um eine Bakterienerkrankung namens „Pseudomonas syringae“, sowie die „Verticilium“-Welke. Augenscheinlich erkennt man hierbei welke Blätter, aufbrechende Rinde und faule Stellen am Stamm, wobei oftmals auch das Feinwurzelsystem des Baumes stark in Mitleidenschaft gezogen ist.

In Zusammenarbeit mit Thomas Jung, ein auf dem Gebiet der Baumkrankheiten spezialisierten Fachmann, versucht die Marktgemeinde einen Großteil der Allee zu erhalten. Durch die jährlich durchgeführte Vitalisierung der Bäume, können entstandene Schäden schneller verheilen und somit ein Absterben des Baumes oftmals verhindert werden. Vereinzelt wird es dennoch zu Ausfällen kommen, weswegen ein Konzept für die Nachpflanzungen erstellt wird.

Nachpflanzung mit Herausforderungen 

Die „Phytophtora“-Pilzerkrankung stellt in den letzten Jahren in zahlreichen europäischen Ländern und deren Baumschulen ein großes Problem dar. Neben der Kastanie sind eine Vielzahl der bei uns beliebten Baumarten (Ahorn, Buche, Eiche,…) von der Pilzerkrankung bedroht, weswegen auch bei Nachpflanzungen stark auf die Baumwahl geachtet werden muss.

Die Pilzsporen verbreiten sich über das Erdreich und werden durch die feinen Wurzeln des Baumes aufgenommen, welche sie gleichzeitig zerstören. „Die Gemeinde arbeitet daran, dass sich auch kommenden Generationen und der „grünen Lunge“ Kottingbrunns erfreuen können“, verspricht Bürgermeister Christian Macho.