Erstellt am 21. Januar 2016, 05:43

von Sonja Pohl

Neuer Fachbereich. 7. Fachbereich an der Polytechnischen Schule Baden soll Weg in höherbildende Schulen ermöglichen.

Pflichtschulinspektorin Sabine Karl-Moldan, Otto Wolkerstorfer (Leiter der Abteilung Schulen und Kindergärten der Stadt), Bernhard und Adina Koller, Schulausschuss-Vorsitzender Gemeinderat Dieter Klema (Bürgerliste »wir badener«) und Poly-Direktor Robert Wille (v.l.).  |  NOEN, Foto: Sonja Pohl

Vom „Poly“ in höherbildende Schulen. Diese Möglichkeit soll ab Herbst in Baden ein siebenter Fachbereich der Polytechnischen Schule eröffnen. Das Angebot richtet sich an Schüler der 9. und 10. Schulstufe. „Sozusagen an all jene, denen erst später der Knopf aufgegangen ist, und die das Jahr nutzen wollen, um ihre Leistungen so zu verbessern, dass sie in einer AHS oder BHS Fuß fassen können“, erklärt Schulleiter Robert Wille.

Pflichtschulinspektorin Sabine Karl-Moldan hält viel vom neuen Schulzweig, der auf Basis der Schulautonomie entstand. Finanziert werden muss er von den Sprengelgemeinden. „Wir rechnen mit Mehrkosten von mindestens 3.000 Euro pro Schüler und Jahr, die jedoch gut investiert sind“, ist sich Karl-Moldan sicher. Unterstützung erhält sie dabei sowohl von Otto Wolkerstofer als zuständigem Abteilungsleiter für Schule und Kindergarten in Baden als auch vom zuständigen Ausschussobmann Gemeinderat Dieter Klema (Bürgerliste „wir badener“).

Unterricht nach Lehrplan der 4. Kasse AHS

Für den autonomen Unterricht, der“ sich fördern und fordern“ zum Ziel gesetzt hat, wurden auch bereits zwei Pädagogen eingesetzt. Von 44 Wochenstunden werden 22 durch Adina und Bernhard Koller abgedeckt, die die Schüler dort abholen, wo sie stehen. „Zielgruppe sind Kinder, die Potenzial haben und im Laufe ihrer bisherigen Schulausbildung etwas versäumt haben“, sind sich die beiden sicher, dass dafür auch oft ein schwieriges soziales Umfeld und nicht Desinteresse verantwortlich ist.

Unterrichtet wird nach dem Lehrplan der 4. Kasse AHS. „Wir starten dabei allerdings mit dem kleinen 1x1, um ganz genau hinzusehen, wo eventuelle Mankos liegen, die es aufzuholen gilt“, erläutert Bernhard Koller das Konzept.

Der neue Ausbildungszweig wird aber auch wissenschaftlich begleitet und am Ende des Schuljahres evaluiert. Starten wird die Klasse mit einem „Casting“ am 28. Jänner von 17 bis 19 Uhr sowie am 25. Juni von 10 bis 12 Uhr bei dem sich jene Schüler, die sich für den Zweig interessieren, mit ihren Erziehungsberechtigten anmelden und ihre Reife dafür auch gleich überprüfen können.