Erstellt am 20. Juni 2011, 00:00

Postamt Leesdorf bleibt vorerst noch erhalten. EINIGUNG / Statt Verlegung in die BAWAG-Filiale soll nun Postpartner gefunden werden, der längere Öffnungszeiten garantiert.

Protest vor dem Rathaus. Leo Pyringer, Maria Rettenbacher, Erika Wochel und Adi Koller (v.l.).ZVG  |  NOEN
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BADEN / Das angedrohte Ende des Postamtes Baden-Leesdorf ist vorerst aufgeschoben. Statt die Filiale in der Kanalgasse zu schließen, will sich die Post AG nun um einen Postpartner bemühen, der die Leistungen übernimmt. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs mit Bürgermeister Kurt Staska am Dienstag.

Zuvor hatte die ÖVP Baden eine Unterschriftenliste für den Erhalt des Postamtes gestartet. Am Pfingstwochenende wurden 3000 Unterstützungserklärungen an Bürgermeister Staska übergeben. Während am Dienstag vor dem Rathaus noch weiter Unterschriften gesammelt wurden, verhandelte im ersten Stock Staska mit Vertretern der Post. Diese haben nun eingewilligt, von der beabsichtigten Verlegung des Postamtes Leesdorf in die BAWAG-Filiale in der unteren Wassergasse abzusehen. Man sucht einen Post-Partner, der alle Dienstleistungen (also auch das Paketservice) anbietet.

Längere Öffnungszeiten  auch an Samstagen

Die Postleitzahl für Leesdorf 2502 bleibt bestehen, womit künftig auch eingeschriebene Sendungen und hinterlegte Pakte in Leesdorf abgeholt werden können. Der neue Post-Partner soll auch längere Öffnungszeiten während der Woche, sowie zusätzlich am Samstag anbieten. Und: ein zusätzliches Postservice wird nach Ende des Umbaus in der BAWAG angeboten.

„Das ist eine sehr gute Basis, um den Badenern flächendeckend ein angemessenes Postservice zu bieten“, ist Staska zufrieden. Mit der neuen BAWAG-Filiale, werde es in Baden nun vier Poststellen geben. „Das ist ein Erfolg für die Bevölkerung. Hartnäckigkeit zahlt sich aus.“

Auch SP-Vorsitzender Mag. Markus Riedmayer ist mit dem Kompromiss nicht unzufrieden: „Wir Sozialdemokraten haben ebenfalls für das Postamt unterschrieben. Ich habe mir schon gedacht, dass es auf einen Postpartner hinausläuft. Ein klassisches Postamt ist das zwar nicht mehr, aber sicher besser als der Standort würde ganz aufgelöst. So traurig das auch ist, man muss dankbar sein, wenn es wenigstens so ausgeht.“