Erstellt am 18. April 2016, 09:24

von Thomas Lenger

Regionalkonferenz: „Zentren stärken und Ortskerne beleben“. Land informierte über Programme und Förderungen. Gemeinden fordern individuelle Lösungen.

Martin Fürndraht (WK-Bezirksstellenobmann Mödling), Andreas Marquardt (WK-Bezirksstellenleiter Baden), Franz Gausterer (Büroleiter NÖ.Regional.GmbH), Walter Kirchler (Geschäftsführer NÖ.Regional.GmbH), Gerhard Waitz (WK-Bezirksstelle Baden) und Jarko Ribarski (WK-Bezirksstellenobmann Baden) beim Vernetzungstreffen in Ebreichsdorf.  |  NOEN, Foto: Thomas Lenger

 Die NÖ.Regional.GmbH lud Bürgermeister des Industrieviertels am Mittwoch zum dritten „Frühstück mit der Region“ nach Ebreichsdorf. Es ging einmal mehr um Zentrumsentwicklung und Ortskernbelebung. Auch die dafür geeigneten Fördermittel des Landes wurden besprochen.
„Wichtig sind vor allem individuelle Lösungen, weil jede Gemeinde vor unterschiedlichen Herausforderungen steht“, forderte VP-Landtagsabgeordneter und Pfaffstättens Bürgermeister Christoph Kainz ein.

Er sehe das Land in der Verantwortung. NAFES, die Mittel der „Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Einkaufs in Orts- und Stadtzentren“, seien für Gemeinden gedacht, die Wirtschaftsabteilung des Landes NÖ für eine entsprechende Unterstützung der Unternehmen. Als Paradebeispiele für Zentrumsentwicklung im Industrieviertel wurden Bruck an der Leitha, Pernitz und Mönichkirchen genannt. Bruck fördert das Wohnen in der Innenstadt, Pernitz bringt Gemeinde, Eigentümer-Vertreter, Wirtschaft, und Schulen für eine Gesamtstrategie an einen Tisch.

Verbesserung der Infrastruktur und Branchenmix

In Mönichkirchen sind drei Planungsteams mit der Ideen- und Entwurfsplanung beauftragt und die Dorfstraße wird neu gestaltet. „Der Mix macht’s aus“, meinte Wolfgang Alfons von der Abteilung Raumordnung und Regionalpolitik der NÖ Landesregierung zur richtigen Zentrumsentwicklung: „Eine gute Infrastruktur gepaart mit Wohnraum und Einkaufsmöglichkeiten mit einem guten Branchenmix sowie Cafés und Gasthäusern.

Und natürlich sollte es keinen Leerstand geben. Fördergelder gibt es für Aktivitäten, die zum einen die Nahversorgung in ländlichen Gebieten sichern, und andererseits die Attraktivität städtisch geprägter Ortskerne nachhaltig erhöhen, neue Kundenkreise ansprechen und Stammkunden halten. Laut Alexandra Schlichting, Geschäftsführerin der NAFES, zählen dazu unter anderem die Verbesserung der Infrastruktur und des Branchenmix, verstärkte Kooperation der Betriebe sowie gezielte Werbemaßnahmen und die Nutzung neuer Technologien.