Erstellt am 30. November 2015, 11:57

von Stefan Jedlicka

"Rollende Bombe" in St. Veit aus dem Verkehr gezogen. Natriumhydroxid nicht gekennzeichnet auf LKW im Bezirk Baden entdeckt. Polizei stellte zwölf Gesetzesverstöße fest.

Das Gefahrengut auf der Ladefläche.  |  NOEN, Privat

Auf eine "rollende Bombe" im Straßenverkehr stieß die Polizei bei LKW-Kontrollen am Dienstag. Von 7 bis 19 Uhr hatten Beamte Schwertransporter und ihre Ladung im Bezirk unter die Lupe genommen. Im Zuge dieser Kontrollen hielten sie in St. Veit/Triesting einen LKW an.

x  |  NOEN, Privat

Nachdem der Lenker die geforderten Dokumente ausgehändigt hatte, wurde er aufgefordert die Ladebordwand zu öffnen. Da kam ein völlig ungesicherter Gefahrengutbehälter zum Vorschein, der seitlich auf der Ladefläche stand. 1.296 Kilogramm schwer. Gefüllt mit 900 Litern Natriumhydroxidlösung, die bei einem Unfall austreten und für schwere Verätzungen sorgen hätte können.

Anzeige gegen Lenker erstattet

Der Gefahrguttransport war allerdings nicht deklariert. Die vorgeschriebenen, orangefarbenen Tafeln an der Vorder- und Rückseite fehlten. Insgesamt stießen die Beamten bei der genaueren Kontrolle des LKW auf zwölf Verstöße gegen das Gesetz. „Acht davon fielen in die Gefahrenkategorie I. Das sind Verstöße, die mit einem hohen Sterberisiko oder der Gefahr schwerer Verletzungen oder erheblicher Schädigungen der Umwelt verbunden sind“, berichtet ein Beamter.

Da es sich bei dem Lenker um keinen österreichischen Staatsbürger handelte, musste er eine vorläufige Sicherheitsleistung in der Höhe von 1.600 Euro an Ort und Stelle zahlen.

Ihm wurde außerdem die Weiterfahrt untersagt und Anzeige an die Bezirkshauptmannschaft Baden erstattet.