Erstellt am 14. September 2015, 08:24

von Tina Jedlicka

Rosenkrieg oder Raub. Nach der Trennung soll ein Badener versucht haben,seine Ex-Lebensgefährtin zu berauben. Vor Gericht bestritt er das.

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Fest steht: es war eine turbulente Trennung. Was sich Ende Juli zwischen einem Badener Gelegenheitsarbeiter und seiner Lebensgefährtin genau abgespielt hat, darüber gehen die Meinungen allerdings deutlich auseinander. Im Zuge der heftigen Streitereien soll es auch zu einem versuchten Raub gekommen sein.

Erst Geständnis, nun über Raubvorwurf entrüstet

Der bisher unbescholtene 56-Jährige wurde in Untersuchungshaft genommen und auch zu seinem Prozess am Freitag in Handschellen vorgeführt. Noch immer war er entrüstet, mit einem Raubvorwurf konfrontiert zu werden.

„Sie haben bei der Polizei allerdings gestanden“, gab Richter Erich Csarmann zu Bedenken. „Das steht im Protokoll, das Sie unterschrieben haben und beim Untersuchungsrichter haben Sie dieses Protokoll aufrechterhalten“, so Csarmann weiter.

Der Angeklagte meinte mit gesenktem Kopf: „Ja, aber ich habe doch erst vor ein paar Tagen von meinem Anwalt erfahren, was da drinnen steht. Ich schwöre es Ihnen, ich habe nie gesagt, dass ich ihr die Tasche rauben wollte.“

Die beiden seien in Streit geraten, weil seine Ex-Lebensgefährtin immer mehr Alkohol konsumiert habe und ihn völlig ohne Grund geschimpft habe. Eines Tages habe er ihr die Halskette herunter gerissen und ins WC geworfen. Auch ihr Sparschwein habe er geleert. „Da habe ich aber auch ein paar Euro reingeschmissen. Ich hätte es nicht tun dürfen“, räumte der 56-Jährige ein.

Blieb nicht stehen: „Habe ihr ins Gesicht gespuckt“

Doch den versuchten Raub, habe er nicht begangen. Er habe sie zufällig getroffen, als sie mit dem Rad von der Arbeit nach Hause kam. „Weil sie nicht stehen geblieben ist, habe ich ihr ins Gesicht gespuckt“, erzählte der Mann.

Als sie ein paar Meter weiter stehen blieb, um sich abzuwischen, habe er mit ihr reden wollen und sie festgehalten und eben auch an ihrer Handtasche gerissen. Er habe keine Schulden und könne sich jederzeit Geld von seiner Schwester ausborgen, beteuerte der Mann. Ein Räuber sei er nicht.

Zwanzig Monate, von denen er sechs absitzen muss, lautete das nicht rechtskräftige Urteil.