Erstellt am 26. Januar 2016, 05:53

von Stefan Jedlicka

Sauerhof-Investoren: Angebot für Kaserne. K.Y.A.T.T.-Gruppe um Siegmund Kahlbacher will vollen Kaufpreis von 33 Millionen zahlen – mit Bedingungen.

Das rund 40.000 Quadratmeter große Areal der ehemaligen Martinek Kaserne an der Vöslauer Straße. K.Y.A.T.T. will hier einen Universitätscampus errichten, sagt Siegmund Kahlbacher.  |  NOEN, SIVBAG

Weiter auf Einkaufstour in der Region Baden scheint das internationale Investment-Unternehmen K.Y.A.T.T. zu sein, an dem auch der Badener Siegmund Kahlbacher beteiligt ist. Das insolvente Grand Hotel Sauerhof und das Hotel Sacher in Baden sowie das ehemalige „Helenenstüberl“ in Alland hat die Gruppe bereits gekauft. Nun soll die Martinek Kaserne folgen.

Schon kurz nach Abschluss des Sauerhof-Deals im vergangenen Jahr hatte Kahlbacher bereits Interesse am Kasernen-Areal bekundet. Gemeinsam mit einem asiatischen Experten auf diesem Gebiet plane er dort einen Universitätscampus, so Kahlbacher. Nach einem ersten Gespräch mit dem Bundesdenkmalamt über die Auflagen für das denkmalgeschützte Kasernen-Emsemble verlor er dann jedoch das Interesse.

Nun ist er erneut entflammt, wie Kahlbacher auf NÖN-Nachfrage erzählt. „Wir werden definitiv ein Angebot für die Kaserne legen“, sagt er. „Wahrscheinlich noch in dieser Woche.“ Und man sei bereit, den vom Verteidigungsministerium geforderten Kaufpreis von 33 Millionen Euro dafür zu bezahlen. „Allerdings mit ganz bestimmten Bedingungen“, betont Kahlbacher. Welche das sind und ob sie seitens der Eigentümer erfüllt werden, gelte es nun in Verhandlungen zu klären.

„Schwerpunkt auf Medizin-Forschung“

Denn: K.Y.A.T.T. werde eine Bankgarantie für die 33 Millionen Euro bei der mit dem Verkauf beauftragten SIVBEG (Strategische Immobilien Verwertungs-, Beratungs- und EntwicklungsgesmbH) hinterlegen, um drei Monate lang exklusiv verhandeln zu können. Während dieser Zeit werde auch die Rentabilität des Projektes überprüft. Als Betreiber für eine mögliche Universität auf dem Kasernenareal sei ein Konsortium mit internationalen Experten geplant, sagt Kahlbacher. „Da sind sogar zwei Nobelpreisträger dabei.“

Schwerpunkt solle medizinische Forschung sein. „Vor allem im Bereich Parkinson und Alzheimer“, kündigt Kahlbacher an. Auch Wohnungen sollen auf dem Grundstück entstehen, um Einnahmen erzielen zu können, kündigt er an. Allerdings vorwiegend für die künftigen Studenten. „Wir hätten Angebote von Wohnbaufirmen, die mit uns gemeinsam das Areal entwickeln wollen, aber das kommt nicht infrage“, meint Kahlbacher. „Das Ganze muss sich natürlich für die Investoren rechnen. Aber da sehe ich kein Problem“, ist er optimistisch.