Erstellt am 17. November 2015, 04:38

von Stefan Jedlicka

Sauerhof-Käufer holt sich das Sacher. Jede Menge Bewegung in Badens Hotellerie scheint die asiatische Investorengruppe um den Badener Siegmund Kahlbacher zu bringen.

 |  NOEN, zVg

 Als Investmentfirma K.Y.A.T.T. haben sie bereits das insolvente Grand Hotel Sauerhof in der Weilburgstraße erworben und angekündigt, es zu einem Fünf-Stern-Gesundheitshotel ausbauen zu wollen. Jetzt meldet Kahlbacher, der auch das „Helenenstüberl“ in Alland übernommen hat, den nächsten Deal: vom Glücksspielkonzern Novomatic kauft er das geschlossene Hotel Sacher in der Helenenstraße.

Haus wurde generalsaniert und ausgebaut

Dort wolle man schon im Frühjahr 2016 jenes Konzept umsetzen, das dann im Sauerhof in größerem Stil geplant sei, so Kahlbacher. Der Vorteil im Sacher: das Haus wurde erst vor wenigen Jahren von der Novomatic generalsaniert und ausgebaut. Langwierige Arbeiten sind also nicht mehr nötig. „Ich bin sehr dankbar, dass wir einen fairen Preis aushandeln konnten“, sagt Siegmund Kahlbacher, der allerdings keine Angaben über die genaue Summe machen will.

Schon im Jänner hoffe er, mit nötigen Adaptierungen beginnen zu können. „Im Frühjahr wollen wir dann sozusagen den Sauerhof 2 in kleinerem Maßstab eröffnen“, kündigt er an. Mit Mediziner Haldor Holesch, der auch im Sauerhof eine Abteilung für Ganzheitsmedizin aufbauen soll, sei bereits am Sonntag ein Lokalaugenschein im Sacher erfolgt.

Große Pläne für Hotel

Beim Sauerhof wurden unterdessen erste Pflegemaßnahmen im Garten durchgeführt. „Ich möchte, dass die Badener sehen, dass wirklich etwas weitergeht“, so Kahlbacher. Mit dem Denkmalamt habe man Kontakt bezüglich der Um- und Ausbaupläne. „Ein Teil des Parks bleibt unberührt. Wir wollen aber schon vergrößern“, betont Kahlbacher. Fix sei: Das Haus soll drei Restaurants erhalten.

Und auch von seinem Plan, mit K.Y.A.T.T. das Areal der ehemaligen Martinek-Kaserne zu kaufen, um darauf eine Privat-Universität aufzubauen, will Kahlbacher nicht abrücken. Seitens der vom Verteidigungsministerium mit dem Verkauf der Liegenschaft beauftragten SIVBEG bestätigt man erste Kontakte.

„Es hat auch schon eine gemeinsame Besichtigung gegeben“, sagt Sprecherin Alexandra Tryfoniuk auf NÖN-Nachfrage. Ein konkretes Angebot liege jedoch nicht vor. Dieses werde wohl unter den geforderten 33 Millionen Euro liegen, lässt Kahlbacher durchblicken, der aber dafür Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe in den Raum stellt. Tryfoniuk dazu: „Der Kaufpreis ist unverändert. Er wird letztlich mit dem Eigentümer zu klären sein, wenn ein Angebot auf dem Tisch liegt.“

K.Y.A.T.T. lasse noch in dieser Woche Experten aus England für eine Risiko-Bewertung des Kaufs einfliegen, kündigt Siegmund Kahlbacher an. Vom Urteil der Experten hänge das konkrete Angebot an die SIVBEG ab. „Vielleicht zahlen wir die 33 Millionen sogar, wenn alle Rahmenbedingungen passen“, so Kahlbacher. Ein Schwerpunkt auf dem Campus solle medizinische Forschung in den Bereichen Alzheimer- und Parkinson-Erkrankungen sein. Die Mannschaftsunterkünfte wolle man zu Studenten-Mietwohnungen machen.