Erstellt am 27. Oktober 2015, 15:02

von Stefan Jedlicka

Sauerhof wird Top-Hotel. Der Badener Siegmund Kahlbacher hat mit einer internationalen Investorengruppe das Haus erworben, will es sanieren, stark vergrößern und plant ein Top-Gesundheitshotel.

Der Sauerhof: schon demnächst in neuen Händen?  |  NOEN, Sonja Pohl
Überraschende Wende beim Verkauf des einstigen Grand Hotels Sauerhof. Hatte vor wenigen Wochen noch der Wiener Neudorfer August Gramann Pläne für die Zukunft des Hauses präsentiert, das seit der Insolvenz des Eigentümers Helnan im Jänner 2014 leer steht, hat jetzt der Badener Siegmund Kahlbacher mit Unterstützung einer internationalen Investorengruppe zugeschlagen und den Sauerhof erworben.

Kahlbacher lebte 14 Jahre lang in Asien, hat dort eine Unternehmensgruppe in der Biotech-Branche aufgebaut, wie er im Gespräch mit der NÖN erzählt. „Ich habe die Entwicklung des Sauerhofes verfolgt. Die Taufe meiner Tochter war hier“, so Kahlbacher. Als er mit einigen seiner Geschäftspartner am leer stehenden Haus vorbeigegangen sei, habe man sofort den Plan geschmiedet, ihm neues Leben einzuhauchen.

Überdachung des Innenhofes geplant

Zwei Hotels in Gloggnitz und vier weitere in Hallstatt hat die eigens gegründete Investmentgesellschaft K.Y.A.T.T. bereits erworben. „Meine Geschäftspartner sind sehr wohlhabende Familien aus Asien, aber auch Irland“, verrät Kahlbacher. Aus dem Sauerhof soll ein Gesundheitshotel werden. „Mit Schwerpunkt auf Ganzheits- und Alternativmedizin.“ Kahlbacher hat sich dazu internationale Spezialisten an Bord geholt.

Auch Ayurveda und Stammzellen-Therapie sollen angeboten werden. „Wir wollen auf jeden Fall ein Fünf-Stern-Haus“, betont er: „Das schönste in Niederösterreich.“ Zu klären seien die Um- und Ausbauwünsche der Investoren mit dem Bundesdenkmalamt. „Nach außen hin wird sich kaum etwas verändern. Höchstens den Eingangsbereich wollen wir attraktiver gestalten“, verrät Kahlbacher. Geplant sei auch eine Überdachung des Innenhofes, um dort eine großzügig gestaltete Rezeption einzurichten. Die Zahl der Zimmer will man auf 150 bis 180 anheben, ein Architekt mit Erfahrung in diesem Bereich sei bereits mit der Planung beauftragt.

Wie hoch der Kaufpreis für den Sauerhof tatsächlich war, will man nicht verraten. Nur soviel: „Mehr als die 2,5 Millionen Euro, die als Ausrufungspreis für die Versteigerung genannt wurden, waren es schon.“ Und Kahlbacher fügt hinzu: „Wir arbeiten ausschließlich mit Eigenkapital. Die Summe ist bereits beim Treuhänder hinterlegt.“